US-Börsen am Vorabend von Weihnachten: Konjunkturdaten drücken auf die Stimmung
Die US-amerikanischen Börsen haben einen Tag vor den festlichen Weihnachtstagen einen moderaten Rückgang verzeichnet. Obwohl die am Dienstag veröffentlichten Konjunkturdaten robust ausfielen, führten sie nicht zur erhofften Stärkung der Anlegerstimmung bezüglich möglicher Zinssenkungen seitens der Federal Reserve.
Der Dow Jones Industrial Average, der Leitindex der USA, verzeichnete einen minimalen Rückgang von 0,1 Prozent und lag damit bei 48.330 Punkten. Ebenso verzeichnete der S&P 500, ein Barometer des breiteren Marktes, einen ähnlich geringen Rückgang von 0,1 Prozent, womit er sich auf 6.875 Punkte einpendelte. Der technologielastige Nasdaq 100 musste hingegen einen stärkeren Rückgang von 0,2 Prozent hinnehmen und schloss bei 25.406 Punkten.
Der Börsenhandel an Heiligabend wird in New York nur verkürzt durchgeführt, um dem festlichen Anlass Rechnung zu tragen. Die Börsen bleiben am ersten Weihnachtsfeiertag geschlossen, werden jedoch am darauffolgenden Freitag ihren regulären Betrieb wieder aufnehmen.
Die robusten Wirtschaftsdaten, besonders der unerwartete Anstieg der Industrieproduktion im November und das starke Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im dritten Quartal um annualisierte 4,3 Prozent, enttäuschten Anleger, die sich Hoffnung auf baldige Zinssenkungen gemacht hatten. Diese Entwicklungen basierten auf der soliden Konsumfreude der Verbraucher und kräftigen Investitionen in neue Technologien wie Künstliche Intelligenz.
Jedoch weist Volkswirt Oliver Allen von Pantheon Macroeconomics darauf hin, dass sich im vierten Quartal eine Verschlechterung abzeichnet. So wirken der schwächelnde Arbeitsmarkt, stagnierende Realeinkommen und die schwindenden Ersparnisse, die während der Corona-Pandemie aufgebaut wurden, dämpfend auf die Haushalte.

