US-Beschäftigungswachstum mit Bremswirkung: ADP-Zahlen enttäuschen Erwartungen
Die aktuellen Zahlen des Arbeitsmarktdienstleisters ADP werfen einen eher verhaltenen Blick auf den US-amerikanischen Arbeitsmarkt. Im August wurden lediglich 54.000 neue Stellen geschaffen, weit unter den Erwartungen von 68.000. Dieser Rückgang überrascht, nachdem im Juli noch eine um 106.000 gesteigerte Beschäftigung gemeldet wurde, ein nachträglich nach oben korrigierter Wert.
ADP-Chefökonomin Nela Richardson kommentiert die Trägheit des Aufschwungs mit Faktoren wie Arbeitskräftemangel, einer zögerlichen Konsumbereitschaft und den Umwälzungen durch Künstliche Intelligenz. Auch äußere Einflüsse wie die bevorstehende Veröffentlichung des offiziellen Arbeitsmarktberichts der US-Regierung könnten das Vertrauen dämpfen.
Besorgniserregend ist zudem das Klima der politischen Einflussnahme. Nach enttäuschenden Berichten für Juli, die einer starken Revision unterzogen werden mussten, entließ Präsident Donald Trump die Leiterin der zuständigen Statistikbehörde. Dieses Vorgehen schürt Befürchtungen, dass die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed gefährdet sein könnte.

