US-Automarkt erlebt ungleichmäßiges Wachstum durch Zollschwankungen
Die Automobilindustrie der USA durchlebt gerade spannende Zeiten, beeinflusst von potenziellen Zollerhöhungen auf importierte Autos und Teile. So konnten die Neuwagenverkäufe im zweiten Quartal einen deutlichen Aufwärtstrend zeigen. Besonders bemerkenswert ist der Zuwachs beim US-Autogiganten General Motors, der stolze sieben Prozent mehr Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr auslieferte. Doch der Schein trügt: Während der Umsatz im April und Mai deutlich stieg, flachte das Wachstum im Juni ab.
Ford geht mit einer erfolgreichen Rabattaktion ins Rennen und erzielt im Quartal ein beeindruckendes Plus von 14 Prozent. Jedoch schwindet der positive Trend im Juni wieder, was die Schwankungen der Nachfrage unterstreicht. Auch Toyota, ein Schwergewicht der japanischen Autobranche, konnte im zweiten Quartal einen Wachstumszuwachs von sieben Prozent erzielen. Die Verkaufszahlen von Juni blieben jedoch konstant, da viele Kunden ihre Käufe bereits vorgezogen hatten.
Im Frühjahr profitierten die Autohändler von einer verstärkten Kaufbereitschaft der Konsumenten. Diese beeilten sich, noch vor den drohenden Zöllen von günstigeren Preisen zu profitieren. Die Analysten von J.D. Power schätzen, dass dies den Quartalsabsatz um 2,5 Prozent im Jahresvergleich antrieb.
Jedoch hatten nicht alle Hersteller das gleiche Glück. Subaru musste einen Absatzrückgang von 16 Prozent hinnehmen, und Kia verlor gut 3 Prozent. Nissan verzeichnete im gesamten Quartal einen Rückgang von 6,5 Prozent, während Honda mit einem Zuwachs von 8,4 Prozent in das Sommerquartal starten konnte.

