US-Autobauer in der Elektroauto-Falle: Trumps Politikwandel kostet General Motors Milliarden
General Motors wird durch eine Kehrtwende in der US-amerikanischen Automobilpolitik erheblich belastet: Der Konzern muss mindestens 1,6 Milliarden Dollar abschreiben. Diese Summe könnte sogar noch anwachsen, da die laufenden Analysen weitere finanzielle Auswirkungen aufzeigen könnten, warnte GM.
Hintergrund dieser ernüchternden Bilanz sind Entscheidungen der US-Regierung, die der Verbreitung von Elektroautos einen Dämpfer versetzten. Die Tax-Credits in Höhe von 7.500 Dollar beim Kauf eines Elektroautos sind vergangenen September ausgelaufen. Zudem wurde dem Bundesstaat Kalifornien das Recht entzogen, eigenständig strengere Abgasnormen festzulegen — beides wichtige Treiber für den Elektroautoabsatz. Diese Politikänderungen resultierten in einer Revision der Produktionsstrategie von GM, das als Reaktion auf stagnierende Marktentwicklung seine Kapazitäten für Elektrofahrzeuge zurückfahren muss.
Zur Zeit der Tesla-Erfolgswelle während der Pandemie investierten GM und andere Automobilhersteller massiv in die Elektromobilität. Doch die Realität des Marktes zeigt, dass die klassischen Verbrenner-Modelle noch lange nicht abgeschrieben sind. Ford verzeichnet kontinuierlich hohe Verluste in seinem Elektrosegment, während Tesla ebenfalls mit sinkenden Verkaufszahlen kämpft, trotz einer Erholung durch eine vorübergehende Elektroautoprämie.
GM meldete nun eine nicht-zahlungswirksame Wertberichtigung von 1,2 Milliarden Dollar sowie zusätzliche Ausgaben von 400 Millionen Dollar, die auf Kosten von Vertragsstornierungen und Abfindungen in Relation zu getätigten Investitionen zurückzuführen sind. Bereits im Sommer gab GM bekannt, dass eine ursprünglich für Elektroautos geplante Fabrik künftig Pickups und SUVs mit klassischen Antrieben fertigen wird.

