US-Arbeitsmarkt zeigt Schwächen: Geringer Beschäftigungszuwachs und stabile Arbeitslosenquote
Der amerikanische Arbeitsmarkt hat zum Ende des letzten Jahres ein gemischtes Bild abgegeben. Trotz einer leichten Abnahme der Arbeitslosenquote blieb der Beschäftigungszuwachs im Dezember hinter den Erwartungen zurück. Laut dem US-Arbeitsministerium wurden außerhalb der Landwirtschaft lediglich 50.000 neue Stellen geschaffen, während Experten mit einem Plus von 70.000 gerechnet hatten.
Dirk Chlench von der Landesbank Baden-Württemberg beschreibt die Entwicklung als stagnierend und verweist auf den 'No Hire - No Fire-Modus' des US-Arbeitsmarktes in den letzten Monaten. Er sieht in der niedrigen Inflationsrate einen Anhaltspunkt dafür, dass die US-Notenbank weiterhin an ihrem Kurs der Zinssenkungen festhalten könnte.
Ähnlich skeptisch äußert sich Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen: Die Dynamik am Arbeitsmarkt habe merklich nachgelassen. Diese Einschätzung teilt Thomas Gitzel von der VP Bank, der betont, dass die derzeitigen Projektionen der Fed im Hinblick auf Zinssenkungen durchaus Spielraum ließen, obwohl Inflations- und Zollrisiken weiterhin bestehen.
Christoph Balz und Bernd Weidensteiner von der Commerzbank warnen indes vor möglichen Korrekturen der bisherigen Zahlen, wobei der leichte Rückgang der Arbeitslosenquote auf 4,4 Prozent immerhin als positives Signal gesehen wird. Dennoch befürchtet die US-Notenbank, dass die Stabilität des Arbeitsmarktes gefährdet sein könnte, sieht aber derzeit keinen unmittelbaren Handlungsbedarf.

