US-Aktienmärkte im Aufwind: Arbeitsmarktdaten beflügeln die Kurse
Nach einem Rücksetzer am Vortag haben sich die US-Aktienmärkte kraftvoll erholt. Der Dow Jones Industrial legte um 0,61 Prozent zu und schloss bei 47.374,42 Punkten. Auch der S&P 500 konnte mit einem Anstieg von 0,70 Prozent auf 6.818,65 Zähler positiv abschließen. Der Nasdaq 100 stieg sogar um 0,72 Prozent und erreichte damit 25.620,03 Punkte.
Die Aufmerksamkeit der Investoren war vor allem auf die Zahlen des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP gerichtet, die über den Erwartungen lagen und ein positives Signal für die US-Wirtschaft sendeten. Da offizielle Arbeitsmarktzahlen der US-Regierung aufgrund einer teilweisen Schließung der Bundesbehörden derzeit fehlen, wird den ADP-Daten eine erhöhte Bedeutung beigemessen. Gleichzeitig verbesserte sich die Stimmung im US-Dienstleistungssektor deutlich, was durch den kräftigen Anstieg des ISM-Einkaufsmanagerindex untermauert wurde. Ulrich Wortberg, ein Analyst der Helaba, bemerkte, dass aufgrund dieser Entwicklungen die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung der Fed möglicherweise gedämpfter ausfallen könnten.
Innerhalb der Unternehmensergebnisse, die derzeit im Fokus der Anleger stehen, überraschten einige Konzerne mit deutlicher Performance. McDonald's beeindruckte mit einem Kursanstieg von 2,2 Prozent, nachdem solide Quartalszahlen den Markt überzeugten. Der Biotech-Gigant Amgen verbuchte sogar ein Plus von 7,8 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit März, was seine optimistische Zukunftsprognose unterstrich.
Auch die Halbleiterbranche zeigte Stärke: AMD verzeichnete ein Plus von 2,5 Prozent und wurde von Analysten für die soliden Ergebnisse gelobt. Micron Technology feierte einen beachtlichen Anstieg von knapp 9 Prozent, was die Jahresbilanz der Aktie auf eindrucksvolle 182 Prozent erhöhte.
Der Nebenwertebereich zeigte sich durchwachsen. Während Rivian um 23 Prozent zulegte, mussten Axon, Pinterest und Trex teils erhebliche Verluste hinnehmen, wobei insbesondere Trex mit einem Kursrutsch von 31 Prozent enttäuschte.

