Unwetter: Winterliches Chaos auf Straßen und Schienen
Der aktuelle Wintereinbruch hat in Deutschland zu erheblichen Behinderungen im Verkehrswesen geführt. Aufgrund eines Tiefs mit Schnee und Eisregen mussten sich Autofahrer und Passanten gleichermaßen auf glatte Straßen und Gehwege einstellen, was in zahlreichen Städten zu Beeinträchtigungen des öffentlichen Personennahverkehrs führte.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für die kommenden Tage weiterhin eine Mischung aus Schnee und Regen, insbesondere in der Mitte des Landes besteht erhöhte Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen. Die Wetterbedingungen bewegen sich von Südwesten nach Nordosten, was sowohl den Straßenverkehr als auch den Bahnverkehr massiv beeinträchtigt hat.
Die Deutsche Bahn meldete, dass der Wintersturm "Leonie" zu einer Beeinträchtigung des gesamten Nah- und Fernverkehrs geführt hat. Besonders die Verbindungen im Nordosten, einschließlich Berlin und der Ostsee, waren stark betroffen. Die Bahn setzt weiterhin Mitarbeiter ein, um durch Schnee und Eis blockierte Weichen zu befreien, und spezielle Putzloks, um vereiste Oberleitungen zu säubern.
Am Montagabend gab es eine leichte Entspannung im nördlichen Teil des Landes, jedoch wurden nach wie vor Verspätungen und vereinzelte Zugausfälle verzeichnet, auch im Bereich des ICE- und Intercityverkehrs im Rhein-Main-Gebiet, um Stuttgart, Ulm und auf der Strecke zwischen Hamburg und Hannover.
Im Südwesten fielen bis zu 25 Zentimeter Schnee, und in mehreren Regionen wurden zahlreiche Unfälle auf den glatten Straßen verzeichnet. In Thüringen beispielsweise registrierte die Polizei 97 Verkehrsunfälle in nur acht Stunden.
Darüber hinaus führte gefrierender Regen in Berlin zu einer historischen Unterbrechung des Straßenbahnverkehrs und auch einzelne U-Bahn-Strecken waren betroffen. Infolge der erschwerten Bedingungen wurde in einigen Regionen der Schulunterricht ausgesetzt und sogar Seebestattungen an der Ostseeküste mussten vorübergehend abgesagt werden.

