Unwetter in Norditalien: Überschwemmungen und Erdrutsche setzen Regionen unter Druck
Starke Regenfälle haben im Norden Italiens für chaotische Verhältnisse gesorgt, da mehrere Flüsse über die Ufer traten. Besonders die Stadt Cabiate, gelegen zwischen Mailand und dem Comer See, war betroffen, wo sich das Wasser bereits kniehoch durch die Straßen wälzte. Die schweren Regenfälle führten zudem zu Erdrutschen, und wichtige Bahnverbindungen, darunter die Strecke Como-Chiasso, wurden unterbrochen. Die Meteorologen prophezeien für die kommenden Tage weitere Niederschläge, während in der Region noch zahlreiche Urlauber, darunter viele aus Deutschland, verweilen. Die Rettungskräfte setzen verstärkt auf Hubschraubereinsätze, um Menschen zu erreichen, die in ihren Häusern von den Wassermassen eingeschlossen sind.
Von einem Campingplatz wurden mehr als ein Dutzend Urlauber in Sicherheit gebracht, die im Schlaf von den intensiven Regenfällen der Nacht überrascht wurden. Derweil bleibt eine Frau vermisst, was die Dramatik der Lage unterstreicht. Auch Mailand, die kosmopolitische Hauptstadt der Lombardei, ist nicht verschont geblieben. Der Fluss Seveso trat hier ebenfalls über die Ufer, und die Stadtverwaltung hat angesichts der Gefahr eine Warnung ausgesprochen, insbesondere vor dem Betreten von Unterführungen. Zudem wurde die Bevölkerung eindringlich gebeten, Parks und Grünflächen vorerst zu meiden, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten.

