Unsicherheit treibt deutsche Anleihekurse in die Höhe
Die Wertentwicklung deutscher Staatsanleihen zeigt sich dieser Tage erfreulich, bedingt durch verstärkte Nachfrage. Mit einem leichten Anstieg beim richtungsweisenden Euro-Bund-Future um 0,07 Prozent auf 129,31 Punkte reagierten die Märkte auf die jüngste Unsicherheit, die der derzeitige Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und der Federal Reserve hervorruft. Parallel dazu gab die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,73 Prozent nach.
Präsident Trump hat jüngst für Aufsehen gesorgt, indem er die Entlassung der Fed-Gouverneurin Lisa Cook ankündigte. Er begründet diesen drastischen Schritt mit angeblich falschen Angaben Cooks in Hypothekenverträgen. Cook sieht sich jedoch zu Unrecht belastet und plant, ihr Amt weiterzuführen und sich gegen die Vorwürfe zur Wehr zu setzen.
Nach Meinung von Experten der Dekabank könnte diese Auseinandersetzung dazu führen, dass die Fed zunehmend aus politischen Motiven heraus agiert. Ein solches Szenario könnte dazu führen, dass die Zinsen in den USA in den kommenden Monaten erheblich gesenkt werden, was die Marktstellung von Staatsanleihen beeinflusst.
Auch französische Anleihen profitieren in diesem Umfeld. Premierminister François Bayrou steht mit seinem Sparhaushalt vor einer Herausforderung und hat die Vertrauensfrage gestellt. Eine Abstimmung im Parlament ist für den 8. September angesetzt. Derweil handeln französische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren bei 3,50 Prozent, was Anlegern positive Renditen in Aussicht stellt.

