"Unser Smartprinter ist Himalaya-erprobt"
Interview

06. Februar 2025, 10:45 Uhr · Quelle: Pressebox
Die Luklass-Stiftung hat nach über 40 Jahren ihre Ziele im Distrikt Solukhumbu erreicht, indem sie die Infrastruktur und Lebensverhältnisse verbessert hat. Ein letzter Einsatz im Himalaya zeigte, dass die installierten Systeme, einschließlich des Smartprinters, robust und funktional geblieben sind.

Domdidier, 06.02.2025 (PresseBox) - Die Hilfe zur Selbsthilfe dauerte über 40 Jahre, doch nun hat die Luklass-Stiftung aus Bruson im Kanton Wallis ihr Ziel erreicht: Die Lebensverhältnisse der Bevölkerung im Distrikt Solukhumbu in Ost-Nepal deutlich zu verbessern! Bevor sich die Organisation auflöst, reisten deren freiwillige Helfer, unter denen sich auch Didier Rominger von der WAGO Contact SA befand, zu einem letzten Arbeitseinsatz in den Himalaya.

Nach Ihrem ersten Arbeitseinsatz im Herbst 2019 waren Sie Ende November 2024 abermals für einige Tage in Chaurikharka. Was war der Grund hierfür?

Im Herbst 2019 verlegten wir mit Auszubildenden der Groupe E in fünf Gebäuden die elektrische Installation sowie die Netzwerk-Infrastruktur. Darüber hinaus wollten wir eine Photovoltaik-Anlage mit einer Einspeiseleistung von 25 kW in Betrieb nehmen, was uns wegen technischer Probleme aber nur teilweise gelang. Daher reiste ich mit Christian Aebischer und Michael Schuwey im Auftrag der Luklass Association noch einmal in den Himalaya, um diese Arbeit zu beenden.

Was für technische Probleme waren das genau und wieso dauerte es bis zu diesen abschliessenden Arbeiten über fünf Jahre?

Als wir beim letzten Mal den überschüssig erzeugten PV-Strom einspeisen wollten, zeigte sich, dass uns beschädigte Akkumulatoren geliefert worden waren. Deshalb wollten wir im Folgejahr nach Nepal reisen, um das Projekt abzuschliessen. Wegen des Ausbruchs von Covid-19 und den damit einhergehenden Reisebeschränkungen kam es aber dann nicht mehr dazu.

Beim ersten Aufenthalt führten Sie Tagebuch und berichteten in einem Blog von Ihren Erlebnissen am Dach der Welt. Ihr letzter Eintrag endete damit, dass Sie auf jeden Fall zurückkehren werden. Wie war diese Wiederkehr?

Sehr schön! Da wir den Ort bereits kannten, fanden wir uns schneller als beim ersten Aufenthalt zurecht. Zudem hatten wir nicht den Termindruck wie im Herbst 2019, als wir innerhalb weniger Tage die komplette Infrastruktur errichten und uns hierzu mit weiteren Helfern abstimmen mussten. Dieses Mal hatten wir ausreichend Zeit und konnten daher auch andernorts helfen.

Wie sah diese Hilfe konkret aus?

Wir sind mit dem Hubschrauber von Lukla aus ins in 3500 Metern Höhe gelegene Namche Bazar geflogen, wo wir einen LED-Flutlichtstrahler für die Beleuchtung des Dorfs installieren. Namche Bazar ist vor allem Bergsteigern bekannt, da dieser Ort auf dem Weg ins Base Camp I. zum Mount Everest liegt. Wir nutzten diese Chance, um die Region sowie das Base Camp I. zu überfliegen.

Was fühlten Sie, als Sie den grössten Berg der Welt im direkten Blickfeld hatten?

Ich war überwältigt, da es eine komplett andere Dimension als die Alpen ist. Zudem wirkt der Himalaya aufgrund seines Alters von rund zehn Millionen Jahren deutlich schroffer als unsere Gebirge. In den Alpen hatte die Witterung 30 bis 40 Millionen Jahre mehr Zeit, die Felsen und Steine zu glätten. Ein weiterer Unterschied ist die Besiedelungsdichte. Selbst wenn man mit einem Helikopter über den Himalaya hinweg fliegt, sieht man nur selten ein Dorf oder eine Siedlung. Das ist hier anders.

Konnten Sie Gemeinsamkeiten zwischen dem Himalaya und den Alpen feststellen?

Nein. Wer bei uns in den Alpen unterwegs ist, trifft, egal wohin er geht, immer wieder Menschen. Der Himalaya hingegen ist wegen der extremen Lebensbedingungen fast unberührt und von den Menschen kaum besiedelt. Daher wird es einmal abgesehen vom Khumbu-Tal, das während der Trekking-Saison stark touristisch geprägt ist, einsamer, je weiter man nach oben kommt.

Lassen Sie uns noch ein wenig über die Technik sprechen. Zwischen diesen beiden Missionen liegen rund fünf Jahre. Wie haben sich in diesem Zeitraum die verbauten Artikel im rauen Umfeld des Himalayas gehalten?

Das eingesetzte Material ist nach dieser langen Zeit immer noch sehr gut erhalten und funktioniert nach wie vor einwandfrei. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass die Bewohner in Chaurikharka lange von unserer Arbeit profitieren und die installierte Leistung von 100 kWh zur Speicherung des überschüssigen PV-Stroms langfristig zur Verfügung stehen werden.

Wie haben sich die Schriftstreifen des Smartprinters gehalten?

Die Schrift hatte die gleiche Schärfe und Kontrast wie an dem Tag im Herbst 2019, als ich sie ausdruckte. Ich hatte vermutet, dass das Schriftbild nach einer so langen Zeit im rauen Umfeld etwas ausgebleicht sein könnte. Selbst der Drucker, den ich als Geschenk vor Ort gelassen hatte, funktionierte auf Anhieb. Von daher kann Wago mit Stolz sagen, dass sein Smartprinter sogar Himalaya-erprobt und tauglich ist.

Wie sieht es zukünftig mit der Wartung und dem Unterhalt der installierten Systeme aus?

Beim letzten Aufenthalt schulten wir einige der Bewohner auf den Systemen. Deren Kompetenz hat sich in den vergangenen fünf Jahren stark weiterentwickelt, so dass diese eigenständig in der Lage sind, alles am Laufen zu halten. Dass ist auch mit ein Grund dafür, weshalb sich die Luklass Association nach über 40-jähriger Tätigkeit auflösen wird. Die von ihr gegründeten Schulen funktionieren einwandfrei und einige der ehemaligen Schüler haben inzwischen selbst studiert, so dass diese die geschaffene Infrastruktur eigenständig erhalten können.

Elektrotechnik
[pressebox.de] · 06.02.2025 · 10:45 Uhr
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