Unicredit zieht Übernahme von Banco BPM zurück und hebt Gewinnprognose an
In einem überraschenden Schritt hat die italienische Großbank Unicredit die geplante Übernahme von Banco BPM abgesagt und gleichzeitig ihre Gewinnprognosen aufgrund positiver Geschäftsentwicklungen angehoben. Diese Nachrichten sorgten im vorbörslichen Handel für reges Interesse an den Unicredit-Aktien, die auf der Handelsplattform Tradegate um über vier Prozent auf 60,59 Euro stiegen. Damit rücken die Papiere nahe an ihr bisheriges Jahreshoch heran.
Gleichzeitig erlebte Banco BPM einen deutlichen Kursrückgang von zwölf Prozent. Die aktuellen Entwicklungen um Unicredit führten auch bei den Aktien der Commerzbank zu einem Aufschwung, mit einem Anstieg von 1,7 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss.
Obwohl Unicredit bisher kein Übernahmeangebot für die Commerzbank vorgelegt hat, bekundete CEO Andrea Orcel weiterhin öffentliches Interesse an der deutschen Bank. Zuletzt hatten die Europäische Zentralbank und das Bundeskartellamt ihr Einverständnis signalisiert, dass Unicredit ihren Anteil an der Commerzbank auf knapp 30 Prozent erhöhen darf, was die Spekulationen über zukünftige strategische Schritte weiter anheizt.

