Unicredit beeindruckt mit Gewinnsprung und ehrgeizigen Plänen
Die italienische Großbank Unicredit hat im vergangenen Jahr mit einem kräftigen Anstieg ihres Gewinns überrascht, der vor allem auf höhere Provisionseinnahmen zurückzuführen ist. Trotz erheblicher Kosten für eine umfassende Umstrukturierung gelang es der HVB-Mutter, ihren Gewinn im Jahr 2024 um etwa 8 Prozent auf etwas über 9,3 Milliarden Euro zu steigern. Die im EuroStoxx 50 gelistete Bank übertraf damit erneut die Prognosen der Analysten.
Für das laufende Jahr ist Unicredit optimistisch, den Gewinn auf dem Niveau von 2024 zu halten, auch wenn der Zinsüberschuss leicht zurückgehen könnte. Dank ihrer soliden Kapitalbasis plant die Bank, verstärkt in Dividenden und den Rückkauf von eigenen Aktien zu investieren. Konkret sollen aus dem Gewinn des Jahres 2024 insgesamt neun Milliarden Euro in direkte Ausschüttungen an die Aktionäre und Aktienrückkäufe fließen. Zum Vergleich: Für das Geschäftsjahr 2023 lagen diese Ausgaben bei 8,6 Milliarden Euro.
Darüber hinaus verfolgt Unicredit ehrgeizige Expansionspläne und hat sich kürzlich über ein Fünftel der Anteile an der Commerzbank gesichert, mit dem Ziel, diese zu übernehmen. An den Aktienmärkten genießt Unicredit nach einem langanhaltenden Höhenflug großes Vertrauen und wird mit rund 73 Milliarden Euro bewertet. Zum Vergleich: Die Commerzbank hat aktuell eine Marktbewertung von etwa 22 Milliarden Euro.

