Uneinheitliche Tendenzen auf Europas Börsen: Technologie schwächelt, Ölpreis im Aufwind

Europas Börsen zeigten sich am Mittwoch in gemischter Form. Während sowohl der britische Leitindex als auch der schweizerische SMI zu Rekordhöhen emporkletterten, musste der EuroStoxx 50 – gespickt mit zahlreichen deutschen Aktien – Verluste hinnehmen. Gerüchte über eine Lockerung des EU-Emissionshandels bescherten vor allem der Chemie- und Autobranche Gewinne. In London kletterten die Kurse der strategisch wichtigen Öl- und Rohstoffunternehmen nach oben.
Die Ölpreise stiegen weiterhin moderat, nachdem ein Zwischenfall mit einer iranischen Überwachungsdrohne bekannt geworden war. Gedeckelt wurden die Aufwärtsbewegungen der Aktienmärkte durch Verluste im Technologiesektor. Der EuroStoxx 50 beendete den Handelstag mit einem Minus von 0,41 Prozent auf 5.970,47 Punkte. Im Gegensatz dazu legte der britische Leitindex um 1,07 Prozent auf 10.424,90 Punkte zu und streifte dabei zeitweise die Marke von 10.500 Punkten. Der SMI in der Schweiz erhöhte sich um 1,01 Prozent auf 13.508,12 Punkte, nachdem er zuvor ein Rekordhoch erzielt hatte.
Die anstehende Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag sorgte für wenig Aufregung. Die Erwartung, dass die Leitzinsen unverändert bleiben, scheint vorherrschend. Doch mit der jüngsten Inflationsentwicklung im Euroraum könnte der Druck auf die EZB, über Zinssenkungen nachzudenken, steigen. Thomas Gitzel von der VP Bank warnte: "Die Euro-Aufwertung könnte die EZB zu einem Umdenken zwingen."

