Unaufhaltsame Bürokratie: Deutschlands Unternehmen fordern klare Prioritäten von der Politik
Zwei Drittel der deutschen Unternehmen sehen sich durch übermäßige Bürokratie und langsame Genehmigungsverfahren gebremst. Eine repräsentative Umfrage von Civey zeigt, dass 67,3 Prozent der Unternehmensentscheider die neue Bundesregierung in der Pflicht sehen, den Bürokratieabbau als zentrale Maßnahme zur wirtschaftlichen Stärkung in Angriff zu nehmen.
Diese Umfrage, die im Auftrag des SPD-Wirtschaftsforums durchgeführt wurde, befragte in der ersten Maiwoche insgesamt 1002 Entscheidungsträger aus der Privatwirtschaft. An zweiter Stelle der prioritären Anliegen der Wirtschaft steht die Senkung der Stromsteuer, die 32,2 Prozent der Befragten als dringend empfinden.
Die Abschaffung des Lieferkettengesetzes rangiert mit 30,2 Prozent der Nennungen auf Platz drei. Mehrfachnennungen waren bei der Befragung möglich, was die unterschiedlichen Herausforderungen, denen sich die Unternehmen gegenübersehen, noch deutlicher macht.
Ines Zenke, Präsidentin des SPD-Wirtschaftsforums, betonte im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, dass der Abbau von Bürokratie und die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren als besonders dringlich angesehen werden. "Hier muss die neue Bundesregierung unverzüglich handeln, um spürbare Fortschritte zu erzielen", so Zenke.
Auch bei den Themen Lieferkettengesetz und Energiepreisen sieht sie noch in diesem Jahr Handlungsbedarf für die Regierung.

