UN-Vollversammlungspräsidentin Baerbock: Frau als UN-Generalsekretär wäre "überfällig"
Die aktuelle Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, äußerte sich erfreut über die Idee, dass künftig eine Frau das Amt der UN-Generalsekretärin bekleiden könnte. Im Gespräch mit dem "Stern" hob die ehemalige Bundesaußenministerin hervor, dass dieser Schritt nach 80 Jahren längst überfällig sei. Dennoch schloss Baerbock für sich selbst die Möglichkeit aus, das Amt zu übernehmen. Ihre derzeitige Aufgabe sei es, den komplexen Auswahlprozess zu moderieren.
Die UN-Generaldebatte, welche mit über 140 teilnehmenden Staats- und Regierungschefs in New York beginnt, wird voraussichtlich durch Themen wie die Rückkehr von US-Präsident Donald Trump sowie den Krieg in Gaza geprägt sein. Baerbock, die erst seit rund zwei Wochen die Präsidentschaft der Vollversammlung innehat, sieht sich mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert.
Ihre Zukunft nach dem einjährigen Mandat in New York ist noch ungewiss. Derzeit genießt sie die relative Anonymität in der Metropole, die ihr neue Freiheiten bietet – eine Abwechslung zu ihrem früheren Leben in Deutschland, wo sie und ihre Familie ständig im öffentlichen Fokus standen.

