Umstrittene Dauerbrenner: Deutsche skeptisch gegenüber sozialen Medien
Eine aktuelle Umfrage des Ifo-Instituts zeigt, dass eine überwältigende Mehrheit der deutschen Bevölkerung soziale Medien kritisch betrachtet. 85 Prozent der Erwachsenen unterstützen die Einführung einer Altersgrenze von 16 Jahren für die Anmeldung auf Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube. Bemerkenswert ist, dass sogar fast die Hälfte der 14- bis 17-Jährigen diese Idee begrüßt. Die Sorgen resultieren aus den negativen Folgen, die der übermäßige Konsum sozialer Medien mit sich bringen kann. Jugendliche berichten von Problemen wie Handysucht, Konzentrationsschwierigkeiten, schlechten Schulleistungen und Schlafstörungen. In der repräsentativen Studie, die in den Monaten Mai und Juni durchgeführt wurde, wurden 2.982 Erwachsene und 1.033 Jugendliche befragt.
Trotz der Bedenken nutzen viele Menschen ausgiebig Social Media, sowohl Erwachsene als auch Jugendliche. 96 Prozent der befragten Jugendlichen und 90 Prozent der Erwachsenen sind täglich auf sozialen Plattformen aktiv. Ein signifikanter Anteil von 31 Prozent gibt an, mehr als drei Stunden täglich dort zu verbringen. Am Wochenende steigen die Nutzungszeiten sogar weiter an.
Der Blick auf soziale Medien als gesellschaftliches Phänomen zeigt gespaltene Meinungen. Während 45 Prozent der Erwachsenen die Plattformen eher als Risiko wahrnehmen, sind unter den Jugendlichen nur 33 Prozent dieser Ansicht. Diese Diskrepanz offenbart die unterschiedlichen Perspektiven, die Social Media in verschiedenen Altersgruppen hervorrufen.

