Umbau im ukrainischen Sicherheitsapparat: Selenskyj bringt Bewegung ins Spiel
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sorgt mit seiner jüngsten Ankündigung für Aufsehen: Wassyl Maljuk, bisheriger Leiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU, legt sein Amt nieder. Selenskyj informierte über soziale Medien, dass er bereits Gespräche über mögliche Kandidaten zur Nachfolge geführt habe. Maljuk betonte auf Telegram, dass er dem SBU erhalten bleibe, um "asymmetrische Spezialoperationen von Weltrang" voranzutreiben. Präsident Selenskyj unterstrich die Notwendigkeit verstärkter "asymmetrischer Operationen" gegen Russland, ohne jedoch konkrete Details zu nennen. Maljuk, so Selenskyj, sei in dieser Hinsicht überaus fähig und werde seine Expertise auch weiterhin im Dienst des ukrainischen Geheimdienstes einbringen.
Zusätzlich zur Neubesetzung der SBU-Spitze plant Selenskyj eine umfassende Neuausrichtung des ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsapparats. So wird Kyrylo Budanow, der bislang den Militärgeheimdienst leitete, künftig dem Präsidentenamt vorstehen. Auch an der Spitze des Verteidigungsministeriums sind Veränderungen vorgesehen. Mychajlo Fedorow, derzeit Vizeregierungschef und Minister für digitale Transformation, soll das Amt von Denys Schmyhal übernehmen. Schmyhal wiederum ist für das Amt des Energieministers vorgesehen. Alle Personalentscheidungen sind noch der Bestätigung durch das Parlament vorbehalten.

