Ukrainischer Grenzschutz stoppt Fluchtbewegungen wehrpflichtiger Männer
Seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine hat der Grenzschutz nach eigenen Angaben rund 49.000 wehrpflichtige Männer an der Flucht gehindert. Laut Andrij Demtschenko, Sprecher der Behörde, erfolgte die Festnahme von etwa 45.000 dieser Männer unmittelbar an der grünen Grenze oder bei Vorkontrollen im Grenzgebiet.
Ein weiterer Teil wurde an den offiziellen Grenzübergängen aufgehalten. Besonders auffällig ist die Entdeckung von fast 900 von Fluchthelfern organisierten Gruppen, die hilfsbedürftigen Männern ihre Dienste anboten, das Land zu verlassen.
Die Kosten für diese gefährliche Fluchthilfe belaufen sich auf Beträge zwischen 4.500 und knapp 11.000 Euro. Dieses Geschäft florierte seit der russischen Invasion Ende Februar 2022, infolge derer das Kriegsrecht und eine Mobilmachung in der Ukraine ausgerufen wurden.
Trotz strenger Kontrollen haben über 800.000 ukrainische Männer im wehrpflichtigen Alter einen Schutzstatus in EU-Staaten erhalten. Die Ausreise ist offiziell nur mit einer Genehmigung des Kreiswehrersatzamtes möglich, dennoch gelingt es offenbar vielen, das Land zu verlassen und sich im Ausland in Sicherheit zu bringen.

