Ukraine: Trotz laufender Angriffe Hoffnung auf Stabilität
Die fortwährenden russischen Luftangriffe auf die Ukraine resultieren in großflächigen Notabschaltungen des Stromnetzes, teilte das Energieministerium in Kiew mit. Energieministerin Switlana Hrintschuk informierte über die anhaltenden massiven Attacken und betonte zugleich, dass Reparaturarbeiten dort beginnen würden, wo es die Sicherheitslage erlaube. Die Bevölkerung der Hauptstadt Kiew sowie anderer Regionen lebte auch am Morgen unter dem Klang von Luftalarmen.
Gleichzeitig hat ein dramatischer Raketenangriff auf Kiew zu mindestens zwei Todesopfern geführt, während fünf Menschen Verletzungen erlitten, berichtete Bürgermeister Vitali Klitschko. Die ukrainische Luftwaffe vermeldete, dass die russische Armee vier ballistische Raketen auf Kiew abgefeuert habe. Landesweit bestätigte Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens sechs Todesfälle und äußerte seine Frustration über den mangelnden internationalen Druck auf Russland.
Der ukrainische Staatschef bekräftigte, dass der notwendige Druck nur durch Sanktionen gegen Moskau, umfassende Waffenlieferungen an die Ukraine und diplomatische Bemühungen aller Partnerstaaten erzeugt werden könne. Bereits in den letzten Tagen litt das Land weiter unter wiederholten Stromausfällen, während es sich seit mehr als dreieinhalb Jahren tapfer gegen die russische Invasion zur Wehr setzt. Friedensverhandlungen scheinen indes in weiter Ferne zu liegen.

