Ukraine hält an Nato-Beitrittsziel fest und öffnet sich für EU-Mitgliedschaft
Die Ukraine bleibt entschlossen, ihrem Ziel beizutreten, der Militärallianz Nato anzugehören. Dies unterstrich Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Pressekonferenz in Brüssel. Er betonte, dass der Wunsch nach Sicherheitsgarantien berechtigt sei und in der Verfassung des Landes klar verankert bleibt. Eine Änderung der Verfassung sieht Selenskyj momentan nicht als notwendig an und verweist auf die Entscheidung des ukrainischen Volkes in dieser Frage.
Bedauerlicherweise, so Selenskyj, sehen die Vereinigten Staaten einen Ukrainischen Beitritt zur Nato weiterhin skeptisch. Die US-Politik verfolge hier einen durchgängigen Kurs, bei dem eine Mitgliedschaft der Ukraine in der Allianz nicht in Betracht gezogen wird. Trotzdem hegt Selenskyj die Hoffnung auf einen zukünftigen Stimmungswandel, indem die Stärke der ukrainischen Armee wahrgenommen und anerkannt wird. Diese Armee, so argumentiert er, könnte der Nato von Nutzen sein und einen Gewinn für die Allianz darstellen.
Als mögliche Zwischenlösung lenkte Selenskyj die Aufmerksamkeit auf eine EU-Mitgliedschaft. Diese könnte einen Teil der gewünschten Sicherheitsgarantien bieten, sowohl auf wirtschaftlicher als auch geopolitischer Ebene. Wichtig sei ihm insbesondere, dass Russland in dieses Vorhaben keinen Einfluss nehme, auch wenn die russische Führung sich schließlich damit einverstanden erklärt hat, dass ein EU-Beitritt der Ukraine für sie akzeptabel wäre.
Im Schatten einer anhaltenden russischen Invasion, die seit fast vier Jahren andauert, sucht Kiew verstärkt nach Sicherheitsgarantien durch westliche Verbündete. Mit Unterstützung aus dem Westen versucht die Ukraine, weitere aggressive Handlungen seitens Russlands zu verhindern und sieht in einer EU-Mitgliedschaft einen möglichen Weg, diese Sicherheit zu gewährleisten.

