Ukraine fordert von Nato härtere Gangart gegenüber Russland
Die Ukraine hat an die Nato appelliert, mehr Druck auf Russland auszuüben, um eine Friedenslösung zu erreichen. Während die Ukraine kürzlich einen von den USA vorgeschlagenen 30-tägigen Waffenstillstand akzeptiert hat, bleibt der russische Präsident Wladimir Putin hartnäckig bei seinen Bedingungen. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha betonte bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Brüssel, dass es entscheidend sei, Russland ernsthafte Absichten zum Frieden zu signalisieren. Dazu sei eine intensivere Einflussnahme auf Moskau notwendig.
Sybiha rief die Mitgliedsstaaten der Nato zu Geschlossenheit und Entschlossenheit auf. Er bekräftigte die Bedeutung dieses Moments nicht nur für die Ukraine, sondern auch für die gesamte europäische Zukunft. „Dieser Moment erfordert unsere Stärke, unser Engagement und unsere Einheit“, betonte Sybiha, und zeigte sich überzeugt davon, dass die Allianz dies erreichen kann.
Im Kontext der von Donald Trump eingeführten neuen Handelszölle machte Sybiha deutlich, dass der anhaltende Konflikt in Europa nicht vergessen werden dürfe, da Russland weiterhin eine große Gefahr für den Kontinent darstelle. Trotz eines von den USA vermittelten Abkommens über den Schutz von Energieanlagen, welches seit dem 18. März gelte, werfen sich beide Parteien weiterhin Verstöße vor. Russland hat bislang nicht auf einen umfassenden Waffenstillstand eingewilligt, sondern fordert zunächst tiefgreifende politische Änderungen seitens der Ukraine, wie einen Verzicht auf den Nato-Beitritt.

