Ukraine exportiert mehr als sieben Millionen Tonnen Fracht über neuen Seekorridor
Der erneuerte Seekorridor im Schwarzen Meer hat der Ukraine laut Präsident Wolodymyr Selenskyj die Ausfuhr von über sieben Millionen Tonnen Fracht ermöglicht. In seiner abendlichen Videoansprache betonte Selenskyj am Montag, dass der Seekorridor nicht nur für die Häfen und die Landwirtschaft von großer Bedeutung sei, sondern auch für viele andere Branchen. "Millionen von Arbeitsplätzen in der Ukraine hängen von den Exporten ab, die unser Land anbieten kann", fügte Selenskyj hinzu. Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) unterstütze die Ukraine bei der Ausstattung des Seekorridors, der russischen Angriffen ausgesetzt ist.
Im Juli hatte Moskau die vereinbarten See-Exporte von ukrainischem Getreide gestoppt, die unter Vermittlung der Türkei und der Vereinten Nationen abgewickelt werden sollten. Als Reaktion darauf richtete die Ukraine ihren eigenen Seekorridor ein, der von ihren Häfen am Schwarzen Meer Richtung Bosporus führt. Obwohl die Passage immer noch riskant ist, hat es bisher nur wenige Zwischenfälle gegeben. Militärisch hat die ukrainische Armee die russischen Kriegsschiffe und -flugzeuge weitgehend aus dem westlichen Schwarzen Meer verdrängt.
In seiner Ansprache lobte Präsident Selenskyj außerdem die Leistung der ukrainischen Eisenbahn. Trotz der Gefahren des Krieges hat die Bahn im November rekordverdächtige 14 Millionen Tonnen Fracht transportiert. Dies ist seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 ein Höchstwert. Das reibungslose Funktionieren der Eisenbahn unter den widrigen Bedingungen des Krieges wird als einer der Gründe angeführt, warum die Ukraine bisher dem Angriff standgehalten hat. (eulerpool-AFX)

