UBS setzt Henkel-Kursziel herab: Konsumgüterbranche vor Herausforderungen
Die schweizerische Großbank UBS hat ihr Kursziel für den deutschen Konsumgüterkonzern Henkel empfindlich nach unten korrigiert, von zuvor 75 Euro auf nunmehr 71 Euro. Gleichzeitig bleibt die Einstufung bei "Neutral".
Diese Entscheidung spiegelt die wachsenden Herausforderungen wider, denen europäische Konsumgüterunternehmen im Jahr 2026 gegenüberstehen könnten. Maßgeblich dürfte die anhaltende Konsumschwäche in den USA und Brasilien beitragen. Hinzu kommt ein sich schnell normalisierender Preisanstieg, der zusammen mit einem verschärften Wettbewerb und einer sinkenden Kundenloyalität die Branche unter Druck setzen wird. In einer aktuellen Branchenstudie betont Analyst Guillaume Delmas, dass dieser Cocktail aus Herausforderungen das Jahr 2026 für die Branche zu einer echten Bewährungsprobe machen könnte.
Jene Unternehmen, die ihre positive Dynamik aus der zweiten Jahreshälfte von 2025 beibehalten oder gar steigern können, stehen indes vor der Chance einer signifikanten Neubewertung. Besonders optimistisch zeigt sich Delmas bezüglich der Perspektiven von Danone, Haleon, L’Oréal und Reckitt, die als besonders stark eingeschätzt werden.
Dennoch sind auch dunkle Wolken am Horizont auszumachen. Abwärtsrisiken für die Konsensprognosen sieht Delmas vor allem für die Konzerne Beiersdorf, Unilever, Nestle und eben Henkel. Damit wird deutlich, dass die Branche vor einem differenzierten und von Unsicherheiten geprägten Umfeld steht.

