UBS beeindruckt mit Quartalszahlen, doch Herausforderungen bleiben
Die UBS hat mit ihren beeindruckend starken Zahlen zum dritten Quartal die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen und ihrem Aktienkurs zunächst einen erfreulichen Schub verpasst. Kurz nach Handelsbeginn legte die Aktie um beachtliche 2,8 Prozent zu.
Doch die positive Entwicklung war nur von kurzer Dauer, denn im weiteren Verlauf des Tages verlor das Papier wieder über ein Prozent an Wert. Ein Grund für diese Kehrtwende liegt in den vorsichtigen Kommentaren während einer Telefonkonferenz für Analysten.
Neben der natürlichen Volatilität des Marktes gestaltete sich die Situation durch die Unsicherheit, die der anhaltende Rechtsstreit um die Abschreibung von AT1-Anleihen der übernommenen Credit Suisse mit sich bringt, ebenfalls komplex. Die sogenannten Additional Tier1-Anleihen sind hoch verzinsliches Kapital, das im Falle einer Krisensituation der Bank entweder auf null abgeschrieben oder in Eigenkapital umgewandelt werden kann.
Eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Mitte Oktober kippte einen vorherigen Entscheid der Finanzmarktaufsicht Finma vom 19. März 2023, der die Abschreibung dieser Anleihen im Wert von über 16 Milliarden Franken auf null vorsah. Diese Entwicklung sorgt weiterhin für Unruhe an den Märkten.

