Überraschender Erfolg für Gemini Space Station: IPO übertrifft Erwartungen
Gemini Space Station hat erfolgreich 425 Millionen US-Dollar durch ihren Börsengang eingenommen und dabei den Ausgabepreis der Aktien über der ursprünglich geplanten Spanne festgesetzt. Laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle verkaufte das von den milliardenschweren Winklevoss-Zwillingen geleitete Kryptounternehmen etwa 15,2 Millionen Aktien zum Preis von 28 US-Dollar pro Aktie, obwohl die Vermarktung zuvor im Bereich von 24 bis 26 US-Dollar lag. Diese Preisfestsetzung bewertet Gemini auf einer nicht verwässerten Basis mit 3,33 Milliarden US-Dollar.
Die Nachfrage der Investoren war so stark, dass die Preisspanne erst kürzlich von 17 bis 19 US-Dollar angehoben wurde. Auch wenn das Unternehmen zu Nachfragen keine Stellung bezog, hatte es die Erlöse aus dem Börsengang bereits auf 425 Millionen US-Dollar beschränkt – eine seltene Maßnahme, obwohl die Nachfrage das Angebot um das Zwanzigfache überstieg.
Nachdem die Preise für digitale Vermögenswerte Rekordhöhen erreicht haben und es regulatorische Erfolse gab, steht der Kryptobereich wieder verstärkt im Fokus der Börsengänge. Diese Entwicklung hat dem Markt nach Verzögerungen aufgrund von US-Zöllen im April neuen Schwung verliehen. Nasdaq investierte zum Zeitpunkt des Börsengangs 50 Millionen US-Dollar in einer Privatplatzierung.
Gemini startet den Handel am Freitag an der Nasdaq unter dem Kürzel "GEMI". Auch andere Unternehmen der Kryptowelt verzeichnen ähnliche Auftriebsmomente. Stablecoin-Emittent Figure Technology sammelte kürzlich 787,5 Millionen US-Dollar ein, und Unternehmen wie der CoinDesk-Eigentümer Bullish und Stablecoin-Emittent Circle haben ihre Angebote entsprechend erweitert.
Unter der Präsidentschaft von Donald Trump hat die SEC die Überwachung des Kryptosektors gelockert. Dies hat Gemini wie auch andere Unternehmen in der Branche positiv beeinflusst, insbesondere da die Winklevoss-Zwillinge einem SEC-Rechtsstreit um einen nicht registrierten Kryptowährungskredit näher zu einer Lösung kommen. Darüber hinaus wurde bekannt, dass Trumps Kandidat für die Commodities Futures Trading Commission Tyler Winklevoss beschuldigte, mit dem Weißen Haus seine Nominierung verzögert zu haben, wie es in einem Textaustausch heißt. Bloomberg News berichtete zuerst über die Preisdaten des Börsengangs.

