Überraschender Anstieg der Inflation in Spanien setzt Analysten unter Druck
Die spanische Inflationsrate hat zum Jahresbeginn unerwartet angezogen. Laut einer ersten Schätzung des spanischen Statistikamts INE sind die Verbraucherpreise im Januar nach Harmonisiertem Verbraucherpreisindex (HVPI) um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies markiert nicht nur den vierten Anstieg in Folge, sondern stellt auch die höchste Jahresrate seit Juli dar.
Analysten waren von einer stabilen Rate von 2,8 Prozent ausgegangen, wie sie im Dezember verzeichnet wurde. Seit Oktober zeigt die Inflation im viertgrößten Land der Eurozone wieder eine Aufwärtstendenz, nachdem sie zuvor bis auf 1,7 Prozent im September abgeflaut war.
Der erneute Anstieg wird von INE zum Großteil auf einen Basiseffekt zurückgeführt, der durch die Kraftstoffpreise aus dem Vorjahr entstanden ist. Diese waren damals stark gesunken und haben die Preisentwicklung der letzten Monate maßgeblich beeinflusst.
Auf Monatssicht sind die Verbraucherpreise im Januar um 0,1 Prozent gesunken. Experten hatten hier allerdings einen stärkeren Rückgang von 0,3 Prozent prognostiziert, was die Überraschung auf dem Markt zusätzlich verstärkt und Raum für Spekulationen über die zukünftigen geldpolitischen Maßnahmen schafft.

