Turbulenzen am Markt: Dax sinkt unter 25.000

Die Aktienmärkte starteten in die Woche mit einem Abwärtstrend, wobei der Dax die Marke von 25.000 Punkten unterschritt. Noch am Freitag hatten Investoren auf die Entscheidung des obersten US-Gerichts, viele von Trumps Zöllen zu kippen, positiv reagiert. Diesen Optimismus machten die Anleger allerdings kurz darauf rückgängig, da erneute Zolldrohungen aus den USA sowie geopolitische Spannungen mit dem Iran das Vertrauen erschütterten.
Ein weiterer Anlass zur Sorge ist der Rückzug aus Technologie- und Softwaretiteln angesichts der wachsenden Konkurrenz durch Künstliche Intelligenz. Davon betroffen ist auch das Schwergewicht SAP, dessen Anleger sich zunehmend zurückhaltend zeigen. Der Ifo-Index, der darauf hindeutet, dass sich die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft leicht verbessert haben, vermochte dem Markt keine nachhaltige Stütze zu bieten, wie der Marktexperte Andreas Lipkow von CMC Markets festhielt.
Zum Handelsende fiel das deutsche Börsenbarometer um 1,06 Prozent und schloss bei 24.991,97 Punkten. Damit rückt das im Januar erzielte Rekordhoch von 25.507 Punkten in weitere Ferne. Auch der MDax, der die mittelgroßen Unternehmen umfasst, verlor 1,40 Prozent und fiel auf 31.379,41 Punkte. Für den EuroStoxx 50 ging es um 0,28 Prozent auf 6.113,92 Punkte abwärts.
Die Märkte in London und Zürich zeigten sich insgesamt stabil, während die US-Börsen zum Handelsschluss in Europa schwächer notierten. Die jüngsten Entwicklungen gehen auf die angekündigten Importzölle von Präsident Trump zurück.
Nur wenige Stunden nach dem Urteil des US-Gerichts, das Trumps frühere Zölle für ungültig erklärte, folgte die Ankündigung eines neuen 10-Prozent-Zolls, der am nächsten Tag auf 15 Prozent angehoben wurde. Dieser betrifft Importe aus der EU und Großbritannien und ist zunächst für 150 Tage vorgesehen.

