TÜV SÜD und IEEE gehen erste Schritte für global einheitliche Standards zur Entwicklung nachhaltiger Mobilitätskonzepte
UN-Summit zum Wandel der Mobilität

23. April 2026, 14:36 Uhr · Quelle: Pressebox
TÜV SÜD und IEEE gehen erste Schritte für global einheitliche Standards zur Entwicklung nachhaltiger Mobilitätskonzepte
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Pascal Mast, Director Sustainable Technologies, TÜV SÜD Division Mobility und Chair IEEE SA Industry Connections Activity.
IEEE und TÜV SÜD präsentieren erste Ergebnisse zu einheitlichen Standards für nachhaltige Mobilität, um Klimaziele weltweit voranzutreiben.

München, 23.04.2026 (PresseBox) - Bei der UNO-Generalversammlung 2024 wurde das IEEE SustainMobility Framework gegründet. Es hat zum Ziel, weltweit einheitliche Standards für die Bewertung nachhaltiger Mobilitätskonzepte im urbanen Umfeld zu entwickeln. Federführend betraut damit (IEEE SA Industry Connections Activity), ein Industrienetzwerk aus namhaften Teilnehmern. Jetzt wurden unter der Leitung von Pascal Mast, Director Sustainable Technologies, TÜV SÜD Division Mobility und Chair der Industry Connection, erste Ergebnisse präsentiert und die Initiative als offizielles IEEE-Standardisierungsprojekt qualifiziert. Das ist ein wichtiger Schritt für die Entwicklung nachhaltiger Mobilitätsmodelle, welche die Anforderungen der UN-Klimaschutzziele erfüllen. Ein Überblick über Ziele, Lösungsansätze und den Projektstand.

Dekarbonisierung, Sicherheit, der gesellschaftliche Wandel, die Erschwinglichkeit, Zugänglichkeit und Akzeptanz – das sind nur einige der 17 Ziele der UN-Klimaschutzziele. In vielen Punkten spielt die Mobilität hier eine herausragende Rolle. Schließlich verursacht der Transportsektor mehr als 20 Prozent der weltweiten CO₂ Emissionen, der straßenbasierte Individualverkehr macht hier den größten Anteil aus. Um aber nachhaltige Mobilität rund um den Globus zu etablieren – und das vor allem im urbanen Umfeld, brauchen alle Stakeholder global verbindliche Standards und Rechtssicherheit, um die verschiedenen Konzepte rechtssicher umsetzen und anhand konkreter Werte vergleichen zu können. In Kürze wird das erste Standardisierungsverfahren gestartet.

„Nur mit international gültigen Standards werden wir eine nachhaltige Mobilität von morgen realisieren können“, sagt Mast und fügt hinzu: „Aspekte wie Sicherheit, Bezahlbarkeit, Zugänglichkeit, gesellschaftliche Akzeptanz beziehen wir mit ein. Unsere Vision ist dementsprechend bewusst breit angelegt“, betont der Chair des Industrie-Netzwerks. Als Vorsitzender leitet er solche Aktivitäten, die darauf abzielen, aus dieser Standardisierung konkrete und zielgerichtete Dienstleistungen abzuleiten. Dadurch soll etwa der bisher notwendige Aufwand zur Berechnung und Dokumentation von Maßnahmen zur Reduktion beispielsweise von Emissionen deutlich vereinfacht werden. Diese Verbindung zwischen dem IEEE-Projekt und TÜV SÜD ermöglicht es, innovative und praxisnahe Lösungen zu entwickeln, die sowohl den regulatorischen Anforderungen als auch den Nachhaltigkeitszielen gerecht werden.

Motivation

Gerade die Mobilität steht weltweit immer mehr unter Druck, auf die Klimaziele der UN einzuzahlen. Das führt dazu, dass in vielen Regionen der Welt Initiativen gestartet wurden, um die CO2-Emissionen zu reduzieren. Nur sind die Ziele fragmentiert. Ohne gemeinsame Grundlagen laufen die Aktivitäten in verschiedene Richtungen. Nach Ansicht der Initiatoren des IEEE SustainMobility Framework kann dagegen nur die globale Harmonisierung zu schnellen und nachhaltigen Ergebnissen führen.

Nach Ansicht der TÜV SÜD-Experten kann das nur über allgemein gültige Standards realisiert werden. Mast: „Wir sehen Mobilität umfassend als Systemaufgabe. Es reicht beispielsweise nicht, die Elektromobilität als Allheilmittel zu sehen. Nicht nur die Technologie, sondern auch Gesellschaft, Politik und das gelernte Mobilitätsverhalten in einer Region sind hier eng miteinander verflochten.“

Stichwort Mobilitätsverhalten: Wie sieht etwa die beste Infrastruktur aus? Welche Fahrzeuge eignen sich am besten, welche Antriebskonzepte? Wie ist das Verkehrsaufkommen? Wie bewegen sich vor Ort die Menschen bisher?

Ein wichtiger Aspekt für die erfolgreiche Umsetzung neuer Mobilitätskonzepte etwa ist es, die Menschen bei ihren Gewohnheiten abzuholen. Die Schwelle muss niedrig sein, damit etwa selbstfahrende Mikrobusse oder Schienenfahrzeuge angenommen werden. In Paris bringt die Zeit die entsprechende Motivation, mitzumachen: Idee der „15 Minuten Stadt“ ist es, in dieser Zeit zu Fuß oder mit dem Rad jedes Ziel erreichen zu können.

Validieren

Standards benötigen zertifizierte Testumgebungen und validierte Ergebnisse, um die Folgenabschätzung für nachhaltige Mobilitätssysteme einschätzen und messen zu können. Das ist das konkrete Ziel der TÜV SÜD-Experten und IEEE. „Nur valide und damit von allen anerkannten Standards sorgen für Vertrauen auf allen Seiten und wirken der Fragmentierung entgegen. Schon deshalb bremsen sie nicht, sondern sind Beschleuniger bei der Entwicklung einer nachhaltigen Mobilität“, unterstreicht Pascal Mast.

Weitere Initiativen, die hier unter der Beteiligung von TÜV SÜD mitarbeiten und Teil des Frameworks sind, sind etwa das Centre of Excellence for Testing & Research of Autonomous Vehicles (CETRAN) in Singapur oder das China Automotive Technology and Research Center (CATARC). Der TÜV SÜD-Experte: „Hervorragende weltweite Vernetzung mit OEM, Forschungseinrichtungen und Behörden – Best Practices, von denen auch das UN-Netzwerk profitiert, und die zeigen: TÜV SÜD ist mit im Boot, wenn es um die Mobilität von morgen geht. Das Oktagon sorgt international für Vertrauen, besonders auch in neue Technologien.“

Ein zentrales Merkmal der Arbeit von IEEE SA Industrie Connections Activity ist ebenfalls die Ausrichtung an bestehenden internationalen Standards – etwa ISO 37122 und IEEE 7010. Anstatt ein weiteres isoliertes System zu schaffen, werden dadurch Kohärenz und Vergleichbarkeit gewährleistet. Das Modell für einheitliche Mobilitätsstandards fügt sich also nahtlos in bestehende Berichte, Benchmarking und Standardisierungslandschaften ein.

Reifegrad/Genehmigung

Wie gut das Netzwerk über Grenzen hinweg zusammenarbeitet, zeigt, dass das Konsortium die bisherige Arbeit aktuell in ein offizielles IEEE-Standardisierungsprojekt überführt – und damit Ideen und Absichten schon heute in ein klar strukturiertes, verantwortliches Vorhaben. Der so genannte Project Authorization Request ist der formale Mechanismus, der die Initiative als offizielles IEEE-Standardisierungsprojekt qualifiziert.

Nächster Schritt

Nach der Genehmigung durch das IEEE wird das so genannte Impact Assessment Framework for Sustainable Mobility Systems etabliert. Es verbindet dann für die konkrete Umsetzung politische Zielsetzungen auf hoher Ebene mit unternehmerischer Praxis, technologischer Innovation und Verhaltensänderung und bietet eine gemeinsame Struktur, um zu bewerten, was tatsächlich funktioniert – und warum.

Pascal Mast: „Die Ergebnisse unserer Arbeit werden schnell als Leuchtturm dienen, der unsere Herangehensweise an Mobilität und Nachhaltigkeit neugestaltet. Unser Projekt wird eine entscheidende Rolle bei der Schaffung einer sichereren, gerechteren und nachhaltigen Zukunft für alle spielen!“

Fahrzeugbau / Automotive / Nachhaltige Mobilität / IEEE / TÜV SÜD / UN-Klimaschutzziele / Standardisierung
[pressebox.de] · 23.04.2026 · 14:36 Uhr
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