Türkei bietet Plattform für neue Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine
Präsident Recep Tayyip Erdogan teilte in Gesprächen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seine Bereitschaft mit, die von Russland vorgeschlagenen Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland in der Türkei zu beherbergen. Wie Erdogans Kommunikationsdirektor bekannt gab, sei die Türkei bereit, jeglichen Beitrag zu leisten, um eine anhaltende Waffenruhe und einen dauerhaften Frieden zu erreichen, wobei sie auch die Rolle als Gastgeber für mögliche Verhandlungen übernehmen würde.
Die Ukraine und bedeutende europäische Verbündete forderten kürzlich eine bedingungslose Waffenruhe für mindestens 30 Tage, beginnend ab Montag. Putin antwortete darauf mit dem Vorschlag, direkte Verhandlungen ohne Vorbedingungen ab Donnerstag in Istanbul zu starten, jedoch ohne vorheriges Ausrufen einer Waffenruhe. Moskau bestätigte, dass in dem Telefongespräch Putins mit Erdogan die russische Initiative zur Wiederaufnahme der Gespräche ausführlich besprochen wurde. Bereits 2022 hatten in Istanbul Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine stattgefunden, die jedoch keine nachhaltigen Ergebnisse brachten.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht das Angebot des Kremls als positives Signal, hält jedoch weiterhin an der Forderung nach einer sofortigen Waffenruhe fest. Erdogan betonte gegenüber Putin, dass ein umfassender Waffenstillstand das notwendige Umfeld für erfolgreiche Friedensgespräche schaffen würde.
In der Zwischenzeit wiesen Präsident Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz Putins Vorstoß zurück: Ihrer Ansicht nach sollten zuerst die Waffen schweigen, bevor Verhandlungen aufgenommen werden können.

