Trump’s Zolloffensive versetzt globale Aktienmärkte in Turbulenzen
Internationale Aktienmärkte erleben einen dramatischen Einbruch, während US-Präsident Donald Trump mit seiner Zollpolitik für Unruhe sorgt. Auf vielen Märkten, insbesondere in Europa und Asien, sind deutliche Kursverluste zu verzeichnen.
Der US-Präsident hat bekannt gegeben, ab Mittwoch ein neues umfassendes Zollpaket einzuführen, das reziproke Zölle gegen alle Handelspartner beinhaltet. Diese Nachricht führte dazu, dass der DAX zu Beginn der Woche auf 22.200 Punkte fiel, nachdem er am vergangenen Freitag noch bei 22.462 Punkten schloss.
Der Abstand zum Rekordstand von 23.476 Punkten Mitte März ist mittlerweile beträchtlich. In den USA schlagen nun die Bedenken über eine mögliche Stagflation hohe Wellen. Diese Entwicklung wurde durch aktuelle Wirtschaftsdaten unterstützt, die auf eine wirtschaftliche Abschwächung hindeuten, begleitet von einem weiter steigenden Preisdruck.
Auch in Asien ist die Situation angespannt, was durch den Sturz des Nikkei auf ein Sechsmonatstief unterstrichen wird. Gleichzeitig wird Gold als sicherer Hafen zunehmend gefragt und notierte zuletzt bei einem Spitzenpreis von 3.126 US-Dollar pro Feinunze.
Ein bedeutsames Datum könnte der 2. April 2025 werden, da Experten wie Helaba-Analyst Patrick Franke vermuten, dass es das Ende einer Ära des liberalen Welthandels markieren könnte. Claudia Windt von der Helaba versichert, dass die Verluste auf dem deutschen Aktienmarkt bislang noch relativ moderat ausfallen, jedoch sei die Möglichkeit für eine längere Phase der Kurskorrektur gegeben.
Weitere Spannungen werden erwartet, da Thorsten Weinelt von der Commerzbank davon ausgeht, dass Handelspartner der USA nicht widerstandslos reagieren werden. Folgen weitere Zollerhöhungen vonseiten der USA, könnte die globale wirtschaftliche Situation weiter belastet werden und damit die Märkte anhaltend unter Druck setzen.
Trotz der aktuellen Schwäche zeigt sich der DAX laut technischem Analysten Christoph Geyer weiterhin robust. Die Unterstützungsebenen bleiben intakt, weshalb die langfristigen Aussichten des Index stabiler wirken als die seiner amerikanischen Pendants.
Bekannte Termine dieser Woche sind die Veröffentlichung der Verbraucherpreise in Deutschland und der Eurozone sowie der ISM-Index in den USA. Am 2. April können die Auswirkungen der neu angekündigten Zölle weiter analysiert werden, bevor später in der Woche Arbeitsmarktzahlen aus den USA folgen.

