Trumps Steuerwelle: Britische Investoren im Visier
Ein steuerlicher Wirbelsturm zieht über den Atlantik: Britische Investoren sehen sich mit einer massiven Steuerbelastung konfrontiert, die aus der Feder von Ex-Präsident Donald Trump stammt. Laut Analysten droht Großbritannien eine Mehrbelastung von stolzen 7 Milliarden Dollar durch Trumps berühmt-berüchtigtes "big, beautiful bill".
In dieser Steuer- und Ausgabenregelung, die das Repräsentantenhaus kürzlich verabschiedet hat, versteckt sich eine sogenannte "Rache-Steuer", die gezielt auf Länder mit als unfair geltenden Steuersystemen zielt – darunter auch das Vereinigte Königreich. Besonders brisant: US-Staatsanleihen, bislang meist steuerfrei gehalten, könnten nun ebenfalls steuerlich erfasst werden.
Britische Institutionen, die signifikante 779 Milliarden Dollar in diesen Anleihen investiert haben, stehen vor einer potenziellen Steuerlast, die von einem Startsatz von 5 Prozent bis zu 20 Prozent in den kommenden Jahren ansteigen könnte. Zu den Alarmglocken, die bei Investoren läuten, kommt die Sorge hinzu, dass der gewohnte weltweit stabile Anker des US-Anleihemarktes ins Wanken geraten könnte, sollte ein massiver Verkaufsdruck einsetzen.
Internationale Steuerexperten, darunter Duncan Hardell von der NYU, zeigen sich besorgt, dass der unklare Gesetzestext Tür und Tor für noch unvorhergesehene Steuererhebungen öffnet. Zeitgleich laufen Briten und andere internationale Interessensvertreter en masse nach Washington, um im Kongress Gehör zu finden.
Auch Experten aus der Ökonomie wie Stephen Millard vom National Institute of Economic and Social Research warnen: Wird diese Steuerlast Realität, könnten Investoren mit horrenden Verkäufen reagieren, was die Renditen von Anleihen einbrechen und die Kosten der US-Staatsverschuldung ansteigen lässt. Ein Cover-Up des "sicheren Hafens" könnte sich als folgenschwere, selbst auferlegte Wunde im internationalen Finanzgefüge erweisen.

