Trumps Handelsdrohungen gegen China erschüttern Bitcoin: Warum Matt Hougan glaubt, dass es nur ein kurzer Ausreißer ist

15. Oktober 2025, 15:31 Uhr · Quelle: cryptoBro
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Foto: qimono via Pixabay
Die jüngsten Handelsdrohungen von Trump gegen China haben den Bitcoin-Markt erschüttert, doch Bitwise-CIO Matt Hougan sieht darin nur einen vorübergehenden Rückschlag. Er betont die Stärke der Krypto-Grundlagen für einen anhaltenden Bullenmarkt.

Die jüngste Turbulenz auf dem Kryptomarkt, die offenbar durch einen geopolitischen Schock ausgelöst wurde, hat erneut die Nerven der Investoren auf die Probe gestellt. Doch Bitwise CIO Matt Hougan glaubt, dass dies letztlich die Stärke des laufenden Bullenmarktes bestätigen könnte.

Der Manager schilderte die Ereignisse, die die Kryptopreise Ende letzter Woche abstürzen ließen, nur um fast ebenso schnell wieder zu steigen – wenn auch nicht im gleichen Ausmaß.

Nichts Grundlegendes hat sich geändert

Der plötzliche Rückgang kam, nachdem der ehemalige US-Präsident Donald Trump China mit pauschalen 100%-Zöllen auf alle Importe drohte, als Reaktion auf Pekings Maßnahme zur Einschränkung der Exporte seltener Erden. Mit geschlossenen Aktienmärkten suchten Händler nach einem Echtzeit-Reaktionsmechanismus und wandten sich Kryptowährungen zu.

Innerhalb von Minuten stürzte Bitcoin um bis zu 15% ab, und Altcoins, angeführt von Solana, verzeichneten Rückgänge von bis zu 40%. Nahezu 20 Milliarden $ an gehebelten Positionen wurden in der größten Liquidation in der Geschichte von Krypto aufgelöst, was den Ausverkauf durch kaskadierende Liquidationen verstärkte. Trotzdem erholten sich die meisten Krypto-Assets teilweise, nachdem die US-Administration ihren Standpunkt abgeschwächt hatte.

Laut Hougan ist die entscheidende Frage, ob die Episode ein flüchtiger Ausreißer oder ein Signal für eine tiefere strukturelle Schwäche war. Der Manager stellte fest, dass sich an den Aussichten von Krypto grundlegend nichts geändert habe, wobei er auf die zugrunde liegende Technologie des Marktes, die Sicherheit und den regulatorischen Fortschritt verwies.

Hougan skizzierte drei Fragen, die Bitwise nutzt, um zu beurteilen, ob ein Marktschock dauerhafte Auswirkungen hat. Diese sind, ob wichtige Institutionen zusammengebrochen sind, wie Blockchain-Systeme unter Stress performten und ob die Panik der Investoren systemische Niveaus erreichte. Keines dieser Warnzeichen trat auf. Keine großen Unternehmen oder Market Maker sind ausgefallen, und die meisten Verluste waren auf Privatkunden beschränkt, die hoch gehebelte Positionen eingegangen waren.

Technologisch funktionierten dezentrale Plattformen wie Uniswap, Aave und Hyperliquid weiterhin ohne Unterbrechung. Zentralisierte Börsen erlebten einige Turbulenzen. Binance entschädigte beispielsweise Händler in mehreren Fällen. Insgesamt hielten die Kryptomärkte jedoch genauso gut oder besser stand als traditionelle Märkte unter ähnlichen Bedingungen.

Professionelle Akteure ignorierten das Ereignis weitgehend, was als Vertrauensbeweis in die langfristige Entwicklung der Anlageklasse gesehen werden kann. Diese Stabilität, so argumentierte er, zeigt, wie weit sich die Kryptomärkte von den Zeiten entwickelt haben, in denen ähnliche Volatilität Panik auslöste. Das Gesamtbild bleibt ermutigend. Bitcoin hat 2025 bisher 21% zugelegt, und der Large Cap Crypto Index von Bitwise ist um 22% gestiegen.

Obwohl kurzfristige Volatilität anhalten könnte, da Liquiditätsanbieter und Market Maker vorübergehend zurücktreten, glaubt Hougan, dass sich der Markt bald stabilisieren wird.

“But over time, I expect the market will catch its breath and renew its attention on crypto’s fundamentals. When that happens, I think the bull market will continue apace.”

Bitcoin noch weit entfernt von Euphorie

Laut On-Chain-Analysen von CryptoQuant liegt das MVRV-Verhältnis von Bitcoin derzeit bei etwa 2,0. Dieses Niveau hat historisch gesehen eher mittlere Zyklusbedingungen repräsentiert als extreme Bewertungen. Das Verhältnis bleibt komfortabel unter dem 4,0-Bereich, der während früherer Bullenmarktspitzen erreicht wurde, liegt jedoch immer noch über den Werten unter 1,0, die in großen Akkumulationsperioden gesehen wurden. Daher verzichten langfristige Inhaber auf stärkeres Verkaufen, und institutionelle ETF-Zuflüsse bieten weiterhin Unterstützung.

Auch die Aktivität der Miner hat nachgelassen, was auf einen verminderten Angebotsdruck hindeutet. Diese Trends zeigen, dass sich Bitcoin in einer konstruktiven, mittleren Marktumgebung konsolidiert, statt sich einem überhitzten oder zyklischen Hoch zu nähern.

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15.10.2025 · 15:31 Uhr
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