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Trumps Feldzug gegen die Windkraft trifft Ørsted ins Mark

08. September 2025, 14:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Donald Trumps Angriffe auf Windenergie behindern Ørsteds US-Projekte massiv. Mit frischem Kapital kämpft das Unternehmen nun um den Erhalt seiner Investitionen.

Ein Präsident auf Kreuzzug

Donald Trump macht kein Geheimnis aus seiner Abneigung gegen Windkraft. Schon als Hotelinvestor in Schottland kämpfte er gegen Windräder, als US-Präsident verschärft er nun seinen Feldzug.

Sein jüngstes Ziel: Ørsted, Weltmarktführer bei Offshore-Windparks. Das Projekt „Revolution Wind“ vor Rhode Island, fast fertiggestellt, wurde per Regierungsstopp ausgebremst. Begründung: nationale Sicherheit. Die Aktie brach daraufhin zweistellig ein.

Quelle: Eulerpool

Milliarden gegen den Sturm

Die dänische Regierung, mit gut 50 Prozent größter Anteilseigner, hat Ørsted eine Kapitalerhöhung über acht Milliarden Euro genehmigt. Auch Equinor, der norwegische Energieriese, zieht mit.

Die Finanzspritze soll die US-Projekte retten – oder zumindest Zeit kaufen. Denn im Portfolio stecken Investitionen von über 13 Milliarden Euro allein in „Revolution Wind“ und „Sunrise Wind“.

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Ein Markt, der keiner wird

Die USA verfügen über Küsten mit gigantischem Potenzial, liegen bei installierter Offshore-Leistung aber abgeschlagen hinter Europa. Während Deutschland 9,2 Gigawatt betreibt, kommt Amerika auf magere 318 Megawatt. Unter Joe Biden sollten es bis 2030 dreißig Gigawatt werden. Trump dreht diesen Plan zurück – und setzt die Branche in den USA praktisch auf Null.

Deutsche Konzerne ziehen die Reißleine

RWE stoppte seine Offshore-Pläne vor der US-Ostküste und im Golf von Mexiko frühzeitig. Statt Milliarden in ungewisse Projekte zu versenken, kauft der Dax-Konzern lieber eigene Aktien zurück. Dass RWE nicht schon im Bau war, erwies sich als Glücksfall. Ørsted dagegen steckt mit halbfertigen Anlagen tief im Risiko.

Quelle: Eulerpool

Europäische Märkte reagieren

Die Blockade in den USA wirbelt auch Europa durcheinander. Geringere Nachfrage in Übersee drückt auf Preise für Komponenten. Luxcara, Entwickler eines Windparks bei Borkum, kündigte an, statt günstiger chinesischer Turbinen nun Siemens Gamesa einzusetzen.

Hinter der Entscheidung stehen nicht nur die Marktverwerfungen, sondern auch Sicherheitsbedenken gegen Technik aus China.

Ørsted zwischen Wette und Wettlauf

Ob sich die Milliardenwette der Dänen auszahlt, hängt nicht mehr vom Wind, sondern von Washington ab. Trumps Attacken zeigen: Politische Macht kann selbst ein fast fertiggebautes Megaprojekt zum Stillstand bringen.

Für Ørsted ist die Frage, ob Kapital und Geduld reichen, um diesen Sturm zu überstehen. Für die Offshore-Branche insgesamt steht auf dem Spiel, ob die USA vom Hoffnungsträger zum Totengräber werden.

Finanzen / Märkte / Windkraft / Ørsted / Offshore-Wind
[InvestmentWeek] · 08.09.2025 · 14:00 Uhr
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