Trump zögert bei Putin-Gipfel: Abwarten statt Überstürzen
US-Präsident Donald Trump hat verkündet, er wolle sich nur dann mit Russlands Präsident Wladimir Putin treffen, wenn ein produktives Resultat zu erwarten sei. Spekulationen über eine Verschiebung des geplanten Treffens bestätigte er nicht direkt, ließ jedoch erkennen, dass er Vorkehrungen treffen wolle, um keine sinnlose Konferenz abzuhalten. Er behalte sich innerhalb der nächsten zwei Tage eine Entscheidung über mögliche Maßnahmen vor. Auch blieb unklar, ob seine Aussagen die Verkaufspläne für amerikanische Tomahawk-Marschflugkörper an die Ukraine beeinflussen könnten, doch er stellte klar, seine Zeit nicht vergeuden zu wollen, ohne vorherige Klarheit über die Situation zu haben.
Unklar blieb auch, ob Trump sich konkret auf ein Treffen mit Putin oder auf die Waffenlieferungen bezog. Mit Spannung wird nun eine Klarstellung von ihm erwartet. Die geplanten Gespräche in Budapest über den Ukraine-Konflikt stehen jedenfalls noch in den Sternen. Der US-Präsident hatte zuvor nach einem Telefonat mit Putin Hoffnungen auf ein baldiges Treffen in der ungarischen Hauptstadt geweckt. Doch während einer Pressekonferenz blieb der Zeitpunkt des Gipfels vage und wird wahrscheinlich innerhalb der nächsten zwei Wochen erwartet.
Trump lobte währenddessen die Kooperation mit Indien, besonders die strategische Entscheidung von Premierminister Narendra Modi, russische Ölimporte zu reduzieren. Diese Entwicklung festigt die Beziehungen zwischen den USA und Indien, nachdem Modi kürzlich seinen Willen bekräftigte, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden. Trump hatte Indien Ende letzten Jahres wegen hoher Ölimporte aus Russland kritisiert und sogar mit Zöllen belegt. Nun zeigt sich, dass Neu-Delhi bereit ist, mehr Energie aus den USA zu beziehen.

