Trump wettert vor der UN: Ein Eskalator, ein Teleprompter und scharfe Kritik
In seiner jüngsten Rede vor der UN-Generalversammlung knöpfte sich Ex-Präsident Donald Trump sowohl die Vereinigten Nationen als auch diverse Länder vor. Er beklagte, dass die UN lediglich 'leere Worte' zu bieten habe, bezeichnete den Klimawandel als 'Schwindel' und warnte vor den Gefahren offener Grenzen. Abseits von Einheitsappellen eröffnete Trump mit einer offenen Kritik an der UN, die seine diplomatischen Bemührungen ungenügend unterstützt habe. Neben persönlichen Anekdoten, wie einer defekten Rolltreppe und einem kaputten Teleprompter, brachte Trump alte Missstimmungen im Zusammenhang mit der Renovierung des UN-Hauptquartiers zur Sprache. Mit gut bekanntem Pathos erklärte Trump, verschiedene Kriege beendet zu haben, ohne dabei auf Unterstützung der UN zählen zu können. Neben einer defekten Rolltreppe sei außer einem kaputten Teleprompter nicht viel vom Weltgremium gekommen.
Die Ansprache zog sich fast eine Stunde und bot nicht nur US-Bürgern vertraute Töne, sondern auch ausländischen Führern, die sich mit Trumps unorthodoxem Stil konfrontiert sahen. Er prangerte die Energiepolitik von Großbritannien und Deutschland an und kritisierte die Einwanderungspolitik von Griechenland und der Schweiz ebenso wie die Zensur in Brasilien. Trump malte die Abschottung der US-Grenzen als humanitäre Maßnahme, die Migranten vor Gewalt bewahre, und lobte sich selbst in typischer Manier, unterstrichen durch die Bemerkung über ein Wahlkampfkappe mit der Aufschrift: 'Trump hatte in allem recht.' Ungeachtet seiner harschen Kritik und den wiederholten Austritten der USA aus internationalen Organisationen wie UNESCO und dem Menschenrechtsrat, zeigte Trump auch seinen für ihn charakteristischen Humor.
Er erzählte von einem Treffen mit dem brasilianischen Präsidenten Lula, verbunden mit der Feststellung, dass sie 'für etwa 39 Sekunden eine gute Chemie' gehabt hätten. Trump fokussierte sich vor allem auf Einwanderungsfragen und warf der UN vor, westliche Länder und ihre Grenzen zu unterminieren. Dies gipfelte in der rhetorischen Frage nach dem eigentlichen Zweck der UN, die seiner Meinung nach kaum mehr als ein Diskussionsforum ohne Handlungsmaßnahmen sei. Das Publikum folgte der Rede meist schweigend, reagierte jedoch stellenweise mit Lachen und Applaus. Als Trump verließ, folgte eine augenzwinkernde Antwort der UN-Generalversammlung-Präsidentin Annalena Baerbock bezüglich des Teleprompters, der ihrer Aussage nach einwandfrei funktionieren würde.

