Trump unterstützt umstrittene Razzien gegen Migranten in den USA
Präsident Donald Trump hat sich nach öffentlicher Kritik an den Einsätzen der US-amerikanischen Migrationsbehörde ICE entschieden hinter deren umstrittene Razzien gestellt. In einem Interview mit dem Nachrichtensender CBS News erklärte der Republikaner, dass seiner Meinung nach die durchgeführten Maßnahmen nicht zu weit gegangen seien. Vielmehr seien sie noch nicht weit genug fortgeschritten, da man die betreffenden Individuen, die er teils als Mörder bezeichnete, aus dem Land bringen müsse.
Schon seit einigen Wochen sind Videoaufnahmen dieser Razzien im Internet weit verbreitet und haben dort für heftige Empörung bei Kritikern gesorgt. Im Gespräch mit Trump wurden Beispiele solcher Maßnahmen genannt, darunter der Einsatz von Tränengas, das Zerschlagen von Autoscheiben sowie ein Vorfall, bei dem eine Frau zu Boden gedrückt wurde. Trump bekräftigte in dem Interview, dass er solche Taktiken für notwendig halte, um die genannten Ziele der Migrationspolitik zu erreichen.
Der Kernpunkt der Razzien, die von der Migrationsbehörde ICE durchgeführt werden, zielt auf die verschärfte Einwanderungspolitik der Trump-Regierung ab. Hierbei wird explizit von der Ergreifung krimineller Ausländer und Migranten gesprochen, die illegal ohne ordnungsgemäße Papiere in den USA leben. Während Kritiker die Razzien als willkürlich verurteilen, sieht die Regierung in den Vorwürfen lediglich den Versuch, die Stimmung gegen die Sicherheitsbehörden anzuheizen und deren Mitarbeiter zu attackieren. Die Einsätze, bei denen zum Teil Vermummte in verschiedenen Städten vorgingen, haben bei vielen für Entsetzen gesorgt.

