Trump stoppt kalifornische Elektroauto-Initiative: Eine komplizierte Beziehung
US-Präsident Donald Trump hat kürzlich das kalifornische Vorhaben zum beschleunigten Übergang zu Elektrofahrzeugen durch seine Unterschrift vorläufig gestoppt, was die Spannungen mit Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom weiter anheizt. Auch für Elon Musks Elektroautofirma Tesla könnte dieser Schritt finanzielle Einbußen bedeuten. Kalifornien hat umgehend rechtliche Schritte gegen die Entscheidung von Trump eingeleitet.
Seit den 1970er Jahren hat Kalifornien die Möglichkeit, eigene, strengere Abgasnormen zu setzen, und plant zudem, ab 2035 ausschließlich batteriebetriebene oder Hybridfahrzeuge zuzulassen. Diese Pläne stießen bei Trump und seiner Administration auf Kritik, da sie weitreichende Auswirkungen auf die Automobilindustrie und andere Bundesstaaten haben könten. Jüngste Beschlüsse der republikanischen Mehrheit in beiden Kongresskammern, die Trump unterzeichnete, zielen darauf ab, Kalifornien die Kompetenz für eigene Abgasobergrenzen zu entziehen.
Damit könnte Tesla, das von Zertifikateverkäufen für den CO2-Ausstoß profitierte, signifikante Einnahmen verlieren. Elon Musk, ursprünglich ein finanzieller Unterstützer von Trumps Wahlkampf, hat sich mittlerweile öffentlich von einigen seiner polarisierenden Entscheidungen distanziert. Trump, der Musk weiterhin als 'Freund' bezeichnet, gestand ein, dass sie in manchen Punkten auseinandergehen, insbesondere in Bezug auf die kürzlich aufgehobenen Elektroauto-Ziele.
Die Spannungen zwischen Trump und Newsom verschärfen sich zudem wegen Trumps Entscheidungen im Zusammenhang mit Abschiebeaktionen, bei denen er den Einsatz nationaler Sicherheitskräfte gegen den Willen des Bundesstaates Kalifornien autorisierte.

