Trump setzt den US-Zöllen auf EU-Importe eine letzte Frist
Die Einführung neuer US-Zölle auf Importe aus der EU, ursprünglich für den 1. August geplant, wurde von der US-Regierung unter Präsident Donald Trump um eine Woche verschoben. Diese Verzögerung soll Handelspartnern und Unternehmen Zeit geben, sich anzupassen und mögliche Verhandlungen mit anderen Ländern voranzutreiben.
Die EU-Kommission hielt sich mit Kritik zurück. Maros Sefcovic, EU-Handelskommissar, sprach in sozialen Netzwerken von einer verbesserten Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit für EU-Exporteure durch die neue, festgelegte Zollobergrenze von 15 Prozent. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht in der Verzögerung eine Gelegenheit zur Adaption neuer Systeme.
Gemäß einem US-Beamten treten die Zölle mit einem Satz von 15 Prozent am 7. August in Kraft. Das Weiße Haus veröffentlichte eine Liste von fast 70 Ländern mit spezifischen Zollsätzen. Neben der EU sind auch Länder wie Großbritannien und Japan betroffen, wobei Kanada mit 35 Prozent einen deutlich höheren Zollsatz erfuhr.
Ein Berufungsgericht prüft derzeit noch die Rechtmäßigkeit dieser Zölle, was bedeuten könnte, dass der Streit erst vor dem Obersten Gerichtshof beigelegt wird. Eine wichtige Frage bleibt, ob alle Zölle Bestand haben oder ob es rechtliche Hürden geben wird, die eine endgültige Umsetzung der Pläne verhindern könnten.

