Trump setzt auf Isolationismus: Neue US-Zölle treten in Kraft
US-Präsident Donald Trump hat seine geplanten Zölle in Höhe von zehn Prozent auf Warenimporte aus aller Welt umgesetzt. Die präsidiale Anordnung, die am Mittwoch unterzeichnet wurde, markiert einen Wendepunkt in der US-Handelspolitik und wurde im Rahmen einer lang vorbereiteten Veranstaltung angekündigt.
Bemerkenswert ist Trumps Plan, für Länder mit besonders hohen Handelsdefiziten gegenüber den USA ab dem 9. April noch höhere Zölle einzuführen. Von diesen Maßnahmen sind bestimmte Produktgruppen ausgenommen. Stahl- und Aluminiumprodukte, Autos und Autoteile sowie Waren, die unter bereits existierende Zollvorschriften fallen, bleiben verschont.
Auch Kupfer, Medikamente, Halbleiter, Holzprodukte und kritische Mineralien sind derzeit nicht betroffen. Dennoch hat das Weiße Haus signalisiert, dass weitere Zölle auf diesen Warenstamm nicht ausgeschlossen sind. Trump rühmte die Einführung der Zölle als Schritt in ein "goldenes Zeitalter" für die USA.
Doch die Reaktionen am Aktienmarkt waren negativ: Die Kurse fällen, während der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, vor einer steigenden Inflation und einem gedämpften Wirtschaftswachstum gewarnt hat. Der potenzielle globale Handelskonflikt birgt die Gefahr einer schweren Wirtschaftskrise.
China, die zweitgrößte Volkswirtschaft, hat bereits Widerstand signalisiert, ebenso wie die EU, die an einem Plan für Gegenmaßnahmen arbeitet. Trump zeigt sich derweil offen für Verhandlungen mit anderen Ländern über die neuen Zölle.

