Einwanderungspolitik

Trump: Nationalgardistin stirbt nach Schüssen in Washington

28. November 2025, 03:54 Uhr · Quelle: dpa
US-Präsident Trump
Foto: Alex Brandon/AP/dpa
Eine Nationalgardistin ist laut US-Präsident Donald Trump ihren Verletzungen erlegen.
Eine 20-jährige Nationalgardistin ist nach einem Schussangriff in der US-Hauptstadt gestorben. Präsident Trump fordert strenge Überprüfungen für Einwanderer und kündigt weitere Maßnahmen an.

Washington (dpa) - Eine der beiden in der US-Hauptstadt Washington angeschossenen Nationalgardisten ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump gestorben. Bei einem abendlichen Gespräch mit online zugeschalteten Angehörigen des US-Militärs sagte der Republikaner, dass die Frau ihren schweren Verletzungen erlegen sei. Der Mann kämpfe weiter um sein Leben, sagte Trump. «Er befindet sich in sehr schlechtem Zustand.»

Am Mittwoch hatte der 29 Jahre alte mutmaßliche Täter in der Nähe der U-Bahnhaltestelle Farragut West, nur wenige Häuserblöcke vom Weißen Haus entfernt, auf die beiden Nationalgardisten gefeuert und sie lebensgefährlich verletzt. Der Verdächtige - ein Afghane - wurde überwältigt und ist in Gewahrsam. Trump hatte den Angriff als «Akt des Terrors» und den Tatverdächtigen als «Monster» bezeichnet. 

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelte es sich bei den Nationalgardisten um eine 20 Jahre alte Frau und einen 24-Jährigen aus dem US-Bundesstaat West Virginia. Der Vorfall hatte das Land am Vorabend des amerikanischen Erntedankfestes Thanksgiving schockiert. 

Verdächtiger war für Partnerorganisation des US-Militärs tätig

Der mutmaßliche Täter reiste US-Medienberichten zufolge 2021 in die USA ein, bekam aber erst 2025 nach Trumps Amtsantritt Asyl gewährt. CIA-Direktor John Ratcliffe sagte «Fox News Digital», dass der Mann in Kandahar für dortige Partnerorganisationen des US-Militärs tätig gewesen sei und dabei auch für die US-Regierung und die CIA gearbeitet habe.

Trump sagte am Donnerstagabend, der 29-Jährige sei ungeprüft in die USA gelangt. Dem stehen Medienberichte gegenüber, nach denen weder bei Überprüfungen durch den US-Auslandsgeheimdienst CIA im Jahr 2011 noch bei seiner Einreise in die Vereinigten Staaten zehn Jahre später Verbindungen zwischen dem Afghanen und Terrororganisationen festgestellt worden seien. 

Der Sender CNN und eine Reporterin von Fox News zitierten eine mit der Angelegenheit vertraute Person, die sagte: «Er war bei allen Kontrollen unauffällig.» Auf den Hinweis einer Journalistin, dass das ihm nahestehende Justizministerium erst Stunden zuvor klargemacht habe, dass der Mann vom Heimatschutzministerium und der Bundespolizei unter die Lupe genommen worden sei, beleidigte Trump die Reporterin.

Trump kritisiert Einwanderungspolitik

Trump kritisierte die Einwanderungspolitik seines Landes. «Wir haben eine Menge Probleme mit Afghanen, weil so viele von ihnen hier herkommen», sagte er. Viele von ihnen kämen unkontrolliert ins Land und seien kriminell. Beweise lieferte er nicht.

Nur wenige Stunden nach den Schüssen auf die Nationalgardisten hatte die Einwanderungsbehörde USCIS bekanntgegeben, die Bearbeitung sämtlicher Einwanderungsanträge afghanischer Staatsangehöriger bis auf weiteres auszusetzen. Zudem kündigte Trump Überprüfungen aller Menschen aus Afghanistan an, die unter seinem demokratischen Amtsvorgänger Joe Biden in die USA gekommen waren. 

Die US-Organisation AfghanEvac, die sich für Afghanen einsetzt, hatte davor gewarnt, den Angriff politisch zu instrumentalisieren. Die isolierte Tat eines Einzelnen dürfe nicht als Vorwand dienen, eine ganze Gemeinschaft zu diskreditieren, hieß es in einer Mitteilung.

Auch Green Cards kommen auf den Prüfstand

Am Donnerstagnachmittag kündigte unterdessen USCIS-Leiter Joseph Edlow auf Trumps Weisung eine «gründliche und umfassende Überprüfung aller Green Cards aller Ausländer aus allen problematischen Ländern» an. Eine «Green Card» erlaubt es ausländischen Staatsangehörigen, sich dauerhaft in den USA aufzuhalten und zu arbeiten. 

Auf CNN-Nachfrage teilte die Behörde mit, es handle sich um 19 Länder, die bereits in einem Präsidentenerlass aufgelistet gewesen seien, darunter Afghanistan, Iran, Libyen, Somalia, Sudan, Jemen, Burundi, Kuba und Venezuela.

Justizministerin fordert Todesstrafe für Angreifer

Vor Bekanntwerden des Todes der Nationalgardistin hatte die amtierende Staatsanwältin für die US-Hauptstadt, Jeanine Pirro, gesagt, sollte einer der beiden Nationalgardisten sterben, wolle sie den Tatverdächtigen wegen Mordes anklagen. Justizministerin Pam Bondi kündigte im US-Sender Fox News an, in diesem Fall die Todesstrafe für den Mann anzustreben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lebte der Tatverdächtige mit seiner Frau und mutmaßlich fünf Kindern in Bellington im US-Bundesstaat Washington. Bei der Tat habe er einen Revolver benutzt. 

Trump will an Beisetzung teilnehmen

Trump hatte in Reaktion auf die Schüsse zudem die Entsendung von rund 500 weiteren Soldatinnen und Soldaten der Nationalgarde in die Hauptstadt angeordnet. Seit dem Sommer sind mehr als 2.000 Nationalgardisten in der Stadt unterwegs. Trump hatte sie im August dorthin beordert und den Einsatz mit angeblich ausufernder Kriminalität begründet. Diese Darstellung ist heftig umstritten - Statistiken stützen sie nicht.

Der US-Präsident sprach noch am Abend mit der Familie der Getöteten und kündigte an, er wolle an der Beisetzung teilnehmen.

Terrorismus / Kriminalität / Notfall / Migration / USA
28.11.2025 · 03:54 Uhr
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