Trump kürzt Fördermittel für öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten und sorgt für Aufsehen
In einem unerwarteten Schritt hat US-Präsident Donald Trump die staatliche Unterstützung für die öffentlich-rechtlichen Sender National Public Radio (NPR) und Public Broadcasting Service (PBS) eingestellt. Laut einer Erklärung des Weißen Hauses wird die Finanzierung parteiischer Medien aus Steuergeldern beendet. Dies folgt auf Vorwürfe, dass die Sender „woke Propaganda“ unter dem Deckmantel von Nachrichten verbreiten, so das Kommunikationsteam des Präsidenten auf der Plattform X.
Diese Entscheidung fügt sich in die Kritik ein, die die Trump-Regierung in Bezug auf ihren Umgang mit der Pressefreiheit erfahren hat. Die Organisation Reporter ohne Grenzen bemängelte kürzlich in ihrem globalen Ranking der Pressefreiheit, dass die US-Regierung offen gegen kritische Berichterstattung vorgeht.
Die finanzielle Abhängigkeit von staatlichen Mitteln ist bei NPR und PBS unterschiedlich groß. NPR betont, dass nur ein kleiner Teil seiner Finanzmittel direkt von der Regierung stammt, während die Mitgliedsinstitutionen, die landesweit über 1.300 Sender betreiben, bis zu 10 Prozent ihrer Einnahmen von der Corporation for Public Broadcasting (CPB) erhalten. PBS, das etwa 15 Prozent seiner Mittel aus CPB-Bundeshilfen generiert, ist ebenfalls von den Kürzungen betroffen.
Präsident Trump, der wiederholt die Glaubwürdigkeit etablierter Medien infrage gestellt hat, setzt damit seine Linie fort, kritische Stimmen zurückzudrängen. Während ihm konservative Sender wie Fox News und Newsmax Wohlwollen entgegenbringen, hat dieser jüngste Schritt in der Medienlandschaft der USA für zusätzliche Spannung gesorgt.

