Trump kündigt neue Atomwaffentests an: Ein kontroverses Signal an die Welt
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass die Vereinigten Staaten neue Atomwaffentests durchführen werden. Diese Entscheidung sei infolge der Testprogramme anderer Länder gefallen, wie er auf der Plattform Truth Social mitteilte. Bei einem Gespräch mit dem Außenminister verteidigte er die Anweisung für Tests im Verteidigungsministerium, die auf die Programme anderer Atommächte wie Russland und China antworten sollen. Details zu den geplanten Tests bleiben indes unklar. Überraschend erfolgt die Ankündigung kurz vor einem bevorstehenden Treffen Trumps mit Chinas Präsident Xi Jinping in Südkorea. Die USA, China sowie Russland, Großbritannien und Frankreich gehören zu den etablierten Atommächten. Im Vorfeld des Treffens äußerte sich Trump nur vage über die Beweggründe für die Testankündigung, was internationale Besorgnis auslöste.
Russlands Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Die Atommacht stellte klar, dass sie jüngst keine Atomtests durchgeführt habe und warnt vor einer möglichen Reaktivierung ihrer eigenen Testprogramme, falls die USA mit ihren Plänen Ernst machen. Diese Ankündigung könnte jedoch auch als Möglichkeit gesehen werden, wieder Gespräche über Abrüstungsverträge zu eröffnen und nicht allein über den Ukraine-Konflikt zu diskutieren. Trump thematisierte zudem eine Denuklearisierung, die er gerne sehen würde, und signalisierte Gesprächsbereitschaft.
Historisch betrachtet, hatten die USA seit 1992 keine Atomwaffentests mehr durchgeführt. Ein solches Vorgehen könnte allerdings andere Nationen dazu bewegen, sich ebenfalls dieser Praxis zu öffnen. Experten warnen vor den Risiken, die eine Wiederaufnahme der Tests mit sich bringt. Während der ehemalige Sicherheitsberater Gary Samore die Notwendigkeit solcher Tests in Frage stellt, hebt US-Vizepräsident JD Vance die Bedeutung für die Funktionalität des US-Kernwaffenarsenals hervor. Bedenken über die politische Tragweite sind auch im US-Parlament präsent: Die demokratische Abgeordnete Dina Titus kündigte Widerstand gegen die Pläne an.
Im Kontext der internationalen Sicherheit ist der Verfall des New Start Vertrags besorgniserregend. Dieses zentrale Abrüstungsabkommen zwischen den USA und Russland läuft im Februar 2026 aus, und bisher gibt es keine Gespräche über eine Verlängerung. Mit Trumps Behauptung, die USA besäßen das größte Atomwaffenarsenal, wird die bestehende Unsicherheit weiter angefacht. Abschließend warnte die UN-Abrüstungsbeauftragte Izumi Nakamitsu vor einem drastisch erhöhten Risiko eines Atomwaffeneinsatzes, das mit den Tendenzen der jüngsten Ankündigungen zusammenhängt. Die weltpolitische Lage bedarf einer besonnenen Diplomatiedemonstration, um die Friedenssicherung im nuklearen Bereich zu gewährleisten.

