Trump gewährt Zollaufschub – Staatsanleihen unter Druck
Die Wertentwicklung der deutschen Staatsanleihen zeigte sich zu Beginn der Woche rückläufig. Der Hauptgrund für diese Entwicklung lag in einem Aufschub der ursprünglich geplanten Zölle seitens der USA für Importe aus der Europäischen Union. Diese Maßnahme führte zu einer Belastung der als sicher geltenden Anlagen. So verzeichnete der richtungweisende Euro-Bund-Future am Vormittag einen Rückgang um 0,26 Prozent und notierte bei 130,32 Punkten, während die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen im Gegenzug auf 2,60 Prozent anstieg.
US-Präsident Donald Trump entschied sich, die Einführung der für Anfang Juni geplanten neuen Importzölle auf Waren aus der EU um mehr als einen Monat zu verschieben, um zusätzliche Zeit für Verhandlungen zu schaffen. Laut Experten der Dekabank scheint diese Verschiebung Teil einer taktischen Verhandlungsstrategie zu sein, bei der durch maximalistische Forderungen zunächst Unruhe erzeugt wird. Der Zollaufschub sorgte für Unterstützung an den Aktienmärkten, während Staatsanleihen unter Verkaufsdruck gerieten.
Am Handelstag selbst standen weder in der Eurozone noch in den USA signifikante Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. In den Vereinigten Staaten blieb der Börsenhandel aufgrund des Feiertags "Memorial Day" relativ ruhig.

