Trump bezeichnet Massenproteste als "Witz"
US-Präsident Donald Trump hat die landesweiten Massenproteste gegen ihn und seine Regierungspolitik scharf kritisiert und als "Witz" abgetan. Auf einem Flug mit der Air Force One sagte er gegenüber Journalisten, dass die Demonstrierenden nicht die Haltung der breiten Bevölkerung widerspiegelten. Die Proteste, bei denen Millionen Menschen unter dem Motto "No Kings" für demokratische Grundprinzipien auf die Straße gingen, bezeichnete er als weitgehend irrelevant und ineffektiv. Trump zeigte sich überzeugt, dass viele der Transparente bei den Protesten von "radikal linken Wahnsinnigen" finanziert wurden.
In seiner typischen Manier betonte er: "Ich arbeite hart daran, unser Land großartig zu machen. Ich bin kein König." Diese Wortmeldung erfolgte in Reaktion auf die Demonstrationen, die laut US-Medienberichten friedlich verliefen. Der Präsident hatte seine Sichtweise auf die Proteste bereits zuvor unmissverständlich klargemacht. Auf Truth Social teilte er einen mithilfe künstlicher Intelligenz generierten Videoclip, der ihn als Piloten eines Kampfjets zeigte. In der Aufnahme bombardiert er die Demonstrierenden symbolisch mit braunem Schlamm, was eindeutige Assoziationen weckte.
Die Organisatoren der "No Kings"-Bewegung werfen Trump vor, die demokratischen Grundprinzipien zu untergraben und eine unzulässige Konzentration von Macht anzustreben. Auf ihrer Webseite kritisieren sie, dass Trump sich benehme, als sei seine Macht absolut, und erinnern daran, dass Amerika keine Monarchie sei. Die Anliegen der Protestierenden waren vielfältig; sie reichten von der Migrationspolitik der Trump-Regierung über gesundheitspolitische Bedenken bis hin zur Angst vor einem möglichen Abrutschen der USA in den Faschismus.

