Trump-Anhänger warten gespannt auf Urteil des Obersten Gerichts
Im Streit um die Teilnahme von Donald Trump an den Vorwahlen der Republikaner in den Bundesstaaten Maine und Colorado zeichnet sich eine Entscheidung des Obersten Gerichts ab. In einem ähnlichen Fall in Colorado steht am 8. Februar eine Anhörung an. Bis dahin wird es in Maine keine endgültige Entscheidung geben. Dies geht aus Gerichtsunterlagen hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden.
Bereits im Dezember 2021 wurden Trump von den Vorwahlen der Republikaner in Colorado ausgeschlossen. Kurz darauf folgte Maine. In beiden Fällen legten Trumps Anwälte Einspruch ein. Die Entscheidungen wurden vorerst ausgesetzt, bis das Berufungsprozedere abgeschlossen ist. Nun wird der Supreme Court in den USA darüber entscheiden, ob Trump von den Wahlzetteln der partiintern Vorwahlen gestrichen werden kann.
Das Urteil des Obersten Gerichts wird richtungsweisend sein und möglicherweise darüber entscheiden, wie in anderen Bundesstaaten mit Trumps Teilnahme an den Vorwahlen verfahren wird. Trump-Gegner im ganzen Land haben Klagen gegen seine Kandidatur eingereicht und argumentieren, dass der ehemalige Präsident aufgrund seiner Rolle bei der Attacke auf das Kapitol sein Recht auf eine erneute Präsidentschaftskandidatur verwirkt habe.
Am 6. Januar 2021 hatten Trumps Unterstützer gewaltsam das Kapitol in Washington gestürmt, wo der Kongress zusammengekommen war, um den Sieg von Joe Biden bei der Präsidentenwahl von 2020 zu bestätigen. Trump hatte zuvor in einer Rede Behauptungen über massiven Wahlbetrug aufgestellt und seine Anhänger aufgewiegelt. Bei den Krawallen kamen fünf Menschen ums Leben. (eulerpool-AFX)

