Trump als Friedensstifter? Weg zu einem Dreiertreffen für die Ukraine
Nach intensiven Gesprächen im Weißen Haus plant US-Präsident Donald Trump ein Gipfeltreffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem russischen Staatschef Wladimir Putin. Trump beabsichtigt, diesem Treffen eine Dreierzusammenkunft hinzuzufügen, bei dem er selbst dabei sein würde. Dies verkündete der Präsident auf seiner Plattform Truth Social.
Die Diskussionen über ein solches Treffen haben sich nach dem Ukraine-Gipfel stark intensiviert. Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte, dass ein Selenskyj-Putin-Treffen in den kommenden zwei Wochen möglich sei, betonte jedoch, dass eine solche Begegnung nur unter Friedensbedingungen stattfinden könne. Präsident Selenskyj hingegen zeigte sich in Washington bereit für ein Treffen mit Putin, sogar ohne Vorbedingungen.
Die Gipfeldiskussionen im Weißen Haus wurden unterbrochen, als Trump ein Telefonat mit Putin führte. Dabei hatten Trump und Selenskyj zuvor ein bilaterales Gespräch, welches anschließend im erweiterten Kreis gemeinsam mit europäischen Staatschefs fortgeführt wurde. Zu den Anwesenden gehörten auch Spitzen der EU und der NATO.
Trump hatte ursprünglich eine sofortige Waffenruhe gefordert, revidierte jedoch diese Forderung nach Gesprächen mit Putin. Diese Uneinigkeit über eine Waffenruhe zog sich durch die Diskussionen. Während Kanzler Merz darauf besteht, dass eine Feuerpause für das nächste Treffen unabdingbar sei, zeigte sich Selenskyj flexibel und verwies darauf, dass der Weg zum Frieden auch ohne Vorbedingungen gefunden werden könne. Trump favorisierte das Konzept einer Waffenruhe, bekräftigte jedoch auch die Notwendigkeit einer nachhaltigen, friedlichen Lösung.
Die Frage nach Sicherheitsgarantien bleibt indes komplex. Trump wich Fragen zur Stationierung von US-Truppen aus und hielt sich auch bei Details zu Sicherheitsgarantien bedeckt. Selenskyj stellte jedoch klar, dass Sicherheitsgarantien höchste Priorität für die Ukraine haben.
Der Dialog über die territoriale Integrität des Landes und die Rolle der USA als Vermittler in den Friedensgesprächen bleibt ein dominierendes Thema. Berichte nach dem Treffen in Alaska suggerieren, dass Trump eine schnelle Lösung bevorzugt, in der die Ukraine möglicherweise den Donbass aufgibt.
Während dieser Entwicklungen sieht Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ein trilaterales Treffen als wesentlich, um den Konflikt nachhaltig zu lösen. Erst die nächsten Wochen werden zeigen, ob der von Trump initiierte Gipfel den ersehnten Frieden für die Ukraine bringen kann.

