Trump-Administration will Kohlekraftwerke länger betreiben, um Energienachfrage zu decken
Die Trump-Regierung setzt darauf, Kohlekraftwerke in den USA länger am Netz zu halten, um der steigenden Stromnachfrage gerecht zu werden. Insbesondere die Energieversorgung für künstliche Intelligenz steht im Fokus dieser Strategie, wie Energieminister Chris Wright gegenüber Reuters erklärte.
Um die Stromkapazitäten zu erhöhen, sollen neben Kohlekraftwerken auch die Kernenergie gestärkt und Backup-Kraftwerke flexibler genutzt werden. Wright betonte, dass zahlreiche Versorgungsunternehmen im Land positiv auf diese Pläne reagierten und plant für die meisten der zur Schließung vorgesehenen Kohleanlagen eine Verlängerung ihrer Betriebszeit.
Diese Maßnahmen sind Teil eines übergeordneten Plans der Trump-Administration, die Energieproduktion zu intensivieren und die Rückwärtsrolle bei Umweltbedenken fortzusetzen. Trump selbst bezeichnete bei einem Auftritt vor der UNO den Klimawandel als "globalen Betrug".
Eine weitere Säule der energetischen Neuausrichtung ist der Ausbau der Kernenergie, der durch regulatorische Anpassungen und neue Technologien gefördert werden soll. Zwei zuvor stillgelegte Atomkraftwerke, darunter das auf Three Mile Island, werden aktuell reaktiviert.
Der Standort Three Mile Island wird künftig als Crane Clean Energy Center bezeichnet und soll unter anderem Microsoft-Datenzentren beliefern. Der prognostizierte Strombedarf der USA erreiche laut Energieministerium in diesem und nächstem Jahr Rekordwerte.
Um mit diesem Wachstum Schritt zu halten, sei in den kommenden fünf Jahren eine Steigerung der festen Kapazitäten um 100 Gigawatt erforderlich. Diese Zunahme werde voraussichtlich keine erneuerbaren Energien wie Solar- und Windkraft umfassen, die nicht durchgängig verfügbar sind.
Zudem öffnete das Energieministerium landesweit eigene Flächen zur Entwicklung von Energieanlagen und Datenzentren, wofür es bereits 300 Anfragen erhalten habe.

