Trubel bei Edelmetallen: Gold und Silber im freien Fall
Die Edelmetallmärkte geraten weiter ins Wanken: Nach einem fulminanten Höhenflug kollabieren die Preise für Gold und vor allem Silber drastisch. Gold verlor im frühen Montagshandel bis zu acht Prozent seines Wertes, nachdem es bereits am Freitag um neun Prozent abgestürzt war. Der aktuelle Preis liegt nun bei etwa 4.500 US-Dollar je Feinunze und damit fast 1.100 US-Dollar unter dem Rekordhoch von 5.595 US-Dollar, das noch am Donnerstag verzeichnet wurde. Trotz der signifikanten Einbußen liegt der Goldpreis immer noch leicht über dem Niveau von Ende 2025, nachdem er im Vorjahr um beeindruckende 65 Prozent zugelegt hatte.
Silber erlebt einen noch stärkeren Einbruch. Der Preis fiel am Montag um 15 Prozent auf 72,79 US-Dollar pro Feinunze. Bereits am Freitag hatte Silber nach heftigen Schwankungen einen Verlust von 26 Prozent verbucht. Vom Rekordhoch bei 121,65 US-Dollar hat sich der Silberwert somit um rund 40 Prozent entfernt, bleibt jedoch auch noch teurer als Ende 2025.
Ein wesentlicher Auslöser dieser Abwärtsbewegung war die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger für den amtierenden US-Notenbankchef Jerome Powell zu nominieren. Diese Nachricht sorgte für erhebliche Verunsicherung, da nun weniger mit einer lockeren Geldpolitik gerechnet wird.
Spekulanten, die auf steigende Goldpreise gehofft hatten, wurden durch diese Entwicklung auf dem falschen Fuß erwischt. Da viele von ihnen auf Kredit spekulieren, gerieten sie durch die Preisrückgänge unter Druck und mussten Positionen auflösen, was den Preisverfall zusätzlich befeuerte. Dieser Abwärtstrend wird sich voraussichtlich fortsetzen, bis sich die Marktbedingungen stabilisieren.

