Trendwende im Streaming-Verhalten: Deutsche setzen auf Kopfhörer und Individualität
Die Vorliebe der Deutschen für audiovisuelle Inhalte zeigt sich zunehmend in der Nutzung von Kopfhörern während des Streamens. Laut der aktuellen Studie 'Screens in Motion 2025' des Burda-Verlags schirmen sich viele Deutsche, nicht nur unterwegs, sondern auch in ihren eigenen vier Wänden, mit Kopfhörern ab. In der Umfrage, die von rund 2000 Menschen ab 14 Jahren beantwortet wurde, gaben 30 Prozent der Befragten an, regelmäßig Kopfhörer zu nutzen, wenn sie unterwegs Videos anschauen. Zuhause setzen 26 Prozent der Teilnehmer regelmäßig auf diese Klanghelfer, weitere 30 Prozent tun dies gelegentlich.
Diese Intensität in der Kopfhörernutzung bei Heimkonsumenten hat selbst die Autoren der Studie überrascht. Marion Sperlich, Verantwortliche der Studie und Head of Research Market Media Insights beim Burda-Verlag, vermutet als Gründe für diesen Trend die bessere Tonqualität und den Wunsch, andere Mitbewohner nicht zu stören, die auf anderen Geräten zeitgleich verschiedene Inhalte konsumieren. Bei Uneinigkeiten über das gemeinsame Schauen zieht knapp die Hälfte der Befragten das individuelle Streaming-Erlebnis vor.
Parallel zeigt die Studie einen rückläufigen Trend beim klassischen Fernsehen: Der Anteil der Bevölkerung, die mindestens einmal im Monat lineares TV schaut, ist auf 68 Prozent gefallen. Seit 2019 ist diese Gruppe um 18 Prozentpunkte geschrumpft. Dies deutet darauf hin, dass fast ein Drittel mittlerweile seltener als einmal im Monat oder gar nicht mehr zum linearen Fernsehen greift.

