Traton überrascht mit starkem Netto-Cashflow – trotz rückläufigem Absatz
Die Nutzfahrzeugholding Traton, eine Tochter der Volkswagen-Gruppe, kann für das vergangene Geschäftsjahr auf einen unerwartet positiven freien Mittelzufluss verweisen. Der Netto-Cashflow im Fahrzeuggeschäft übertraf die zuvor prognostizierte Bandbreite von bis zu 1,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen aus München mitteilte. Diese Leistung überraschte die Finanzanalysten, da sie über den allgemeinen Erwartungen lag.
Traton vereint unter seinem Dach renommierte Marken wie MAN und Scania sowie den US-amerikanischen Hersteller International und VW Truck & Bus aus Südamerika. Der Aktienwert des im MDax gelisteten Unternehmens stieg daraufhin um drei Prozent. Zusätzlich erreichte Traton seine eigenen Vorgaben bei Umsatz und bereinigter operativer Gewinnmarge.
Die operative Marge betrug solide 6,3 Prozent – ein Wert, den das Management zuletzt am unteren Ende der vorgesehenen Spanne von 6 bis 7 Prozent verankert hatte. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Marge noch bei 9,2 Prozent lag, zeigt sich jedoch ein Rückgang, was den Herausforderungen auf dem nordamerikanischen Markt durch die von US-Präsident Donald Trump eingeführten Zölle und der europäischen Konjunkturschwäche geschuldet ist.
Dennoch vermeldete Traton einen Absatzrückgang von 8,6 Prozent, was einem Volumen von circa 305.500 verkauften Fahrzeugen entspricht. Prognosen zufolge könnte der Umsatz des Unternehmens bis zu 10 Prozent unter dem Vorjahreswert von 47,5 Milliarden Euro verbleiben.

